12. Januar 2024 / Allgemeines

Deutschlandticket sozial ab Februar auch in Bielefeld

Sozial- und Gesundheitsausschuss beschließt Einführung zum 1. Februar

Das Deutschlandticket sozial gibt es bald auch in Bielefeld: Der Sozial- und Gesundheitsausschuss hat in einer Sondersitzung die Einführung zum 1. Februar beschlossen. Damit haben Menschen mit Bielefeld-Pass und diejenigen, die Leistungen aus der Kriegsopferfürsorge erhalten, die Möglichkeit, für 39 Euro Busse und Regionalbahnen in ganz Deutschland zu nutzen.

„Mit dieser Flatrate für den deutschlandweiten Regionalverkehr verbessern sich für die Leistungsbeziehenden – ob Bürgergeld, Grundsicherung, Wohngeld, Asylbewerberleistungsgesetz, Kinderzuschlag und Kriegsopferfürsorge – auch deutschlandweit Mobilität und Teilhabemöglichkeiten. Vorerst wird es das Angebot bis Ende Juli geben. Ich hoffe, Bund und Land schaffen die Voraussetzungen für ein dauerhaft attraktives Deutschlandticket.“

Ab sofort nimmt moBiel Vorbestellungen entgegen, ab dem 1. Februar wird das Abo gültig sein und 39 Euro kosten. „Es ist wichtig, dass wir Menschen mit Bielefeld-Pass jetzt auch ein adäquates Angebot für die Mobilität vor Ort und in ganz Deutschland machen“, sagt moBiel-Geschäftsführer Martin Uekmann.

Online kann das Deutschlandticket sozial mit einem gültigen Bielefeld-Pass digital bei der Stiftung Solidarität in Auftrag gegeben werden. Die Bestellung ist nach erfolgtem Login auf solidarpass.de möglich. Bestellt werden kann es außerdem im Kundenzentrum Jahnplatz Nr. 5, im ServiceCenter moBiel auf der Verteilerebene im Jahnplatz, im Haus der Solidarität (Werner-Bock-Straße/Ecke Prinzenstraße) und bei den weiteren Geschäftsstellen der Stiftung Solidarität. Die Adressen sind auf der Webseite www.mobiel.de/49 aufgelistet. Der gültige Bielefeld-Pass oder der Nachweis über den Bezug von Leistungen der Kriegsopferfürsorge ist mitzubringen. Das Ticket gibt es nicht in Papierform, sondern nur als E-Ticket (Plastikkarte). Als Handyticket ist es noch nicht verfügbar. Es sollte möglichst bis Montag, 22. Januar, bestellt werden, damit es rechtzeitig im Briefkasten liegt.

Wer bereits ein anderes Abo oder ein Deutschlandticket für 49 Euro nutzt, muss dieses selbst kündigen und das Deutschlandticket sozial bestellen. Das Deutschlandticket sozial ist monatlich kündbar und wie das Deutschlandticket nicht übertragbar. Hunde können in NRW kostenlos mitgenommen werden und das Ticket ist auch im Nachtbus innerhalb von Bielefeld gültig. Es endet automatisch, wenn der Berechtigungsnachweis abgelaufen ist und kein aktueller Bielefeld-Pass vorgelegt wurde. Für Fahrten nur in Bielefeld ist das Bi-Pass-Ticket und das 9 Uhr Bi-Pass-Ticket weiterhin erhältlich. 

Vergünstigte Sharing-Angebote
Wer das Deutschlandticket bei moBiel kauft, erhält zusätzliche Vorteile, die es bei anderen Anbietern nicht gibt. Karin Schnake, Geschäftsbereichsleiterin Kundenmanagement bei moBiel: „Nur bei uns erhalten Kundinnen und Kunden die bisherigen moBiel-Abo-Vorteile kostenlos dazu. Speziell unsere Sharing-Angebote machen das Deutschlandticket sozial, aber auch unsere bewährten Abos besonders attraktiv.“ So beinhaltet jeder Kauf eines Abos bei moBiel 60 Freiminuten bei jeder Ausleihe eines meinSiggi-Fahrrades, einmalig 50 Freiminuten beim Verleihsystem der E-Roller von meineAlma sowie 8,50 Euro Startguthaben und 30 Prozent Rabatt bei jeder Fahrt mit einem E-Auto von CITYca. Beim Carsharing-Anbieter cambio entfällt die Anmeldegebühr von 30 Euro. Und schließlich erhalten Fahrgäste eine erweiterte Mobilitätsgarantie und können Mitglied im Stadtwerke Club werden. Weitere Infos gibt es auf der Webseite www.mobiel.de/49.

Finanzierung
Die Anzahl der zukünftig verkauften Tickets wurde aufgrund von bundesweit durchgeführten Erhebungen zur Nutzung des Deutschlandtickets geschätzt. Dabei wurde von sieben Prozent Neukunden ausgegangen und von insgesamt zwanzig Prozent Kunden, die von ihrem jeweiligen bisherigen Bielefeld-Pass-Ticket zum Deutschlandticket sozial wechseln. Zur Finanzierung der drei Ticketvarianten erhält moBiel von Januar bis Juli aus dem Etat des Amtes für soziale Leistungen monatlich rund 250.000 Euro. Darin eingerechnet ist ein Landeszuschuss von 0,9 Millionen Euro. 

Für die Zeit ab August 2024 finden vor dem Hintergrund der dann bestehenden Erkenntnisse und Regelungen für das „Deutschlandticket sozial“ rechtzeitig Neuverhandlungen statt.

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