8. Oktober 2018 / Allgemeines

„BiProfessional – Sei professionell“

Millionenförderung für Bielefelder Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern

Foto: Universität Bielefeld

Themen wie die Inklusion in Schulen stellen Lehrerinnen und Lehrer vor Herausforderungen. Die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ (QLB) von Bund und Ländern fördert nachhaltige Ausbildungsprojekte in diesem Bereich. Das Programm BiProfessional für die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an der Universität Bielefeld ist erneut für eine QLB-Förderung ausgewählt worden und wird von Juli 2019 bis Ende 2023 mit rund 4,4 Millionen Euro finanziert.

„Bielefeld steht für innovative Lehrerausbildung. Diese neue Förderung bestätigt uns und ist zugleich Auftrag, den Lehrerinnen und Lehrern Instrumente an die Hand zu geben, mit denen sie die Herausforderungen von heute meistern können“, sagt Professorin Dr. Claudia Riemer, Prorektorin für Studium und Lehre.

Von 2016 bis Mitte 2019 wird BiProfessional erstmals innerhalb der QLB gefördert. Die Umsetzung erfolgt an der Bielefeld School of Education (BiSEd), in der alle lehrerausbildenden Fakultäten vertreten sind. Das Konzept basiert bisher auf drei Clustern: der kritisch-reflexiven Praxisorientierung, dem Forschenden Lernen in der Praxisphase und der inklusionssensiblen Diagnose, Förderung und Didaktik. In der Förderphase ab Mitte 2019 wird die vierte Säule der phasenübergreifenden Ausbildung ergänzt. Erkenntnisse aus der ersten Förderzeit werden so ausgebaut. Beispielhafte Forschungsfragen werden sein: Wie können angehende Lehrerinnen und Lehrer je nach Ausbildungsstand bestmöglich ihre Lehrpraxis reflektieren? Wie kann Forschendes Lernen weiterentwickelt werden - insbesondere im Kontext von Inklusion? Welche Instrumente helfen Lehrerinnen und Lehrern, Schulunterricht inklusionssensibel zu gestalten?  

Um diese Inhalte auch in der Breite der Lehrerbildung zu verankern, wird im Folgeprojekt ein Fokus auf die phasenübergreifende Lehrerbildung gelegt: „Die Lehrerausbildung muss als voneinander abhängende Aufgabe der ersten Phase (Universität) und der zweiten Phase (Zentren für Schulpraktische Lehrerbildung) begriffen werden, ohne dass die jeweiligen Phasen ihre Eigenständigkeit verlieren. Und die Herausforderungen der dritten Phase (Lehrerfort- und -weiterbildung) müssen an der Universität für viele erst einmal ins Bewusstsein geholt werden“, erläutert der Projektleiter Professor Dr. Martin Heinrich. 

Über 70 Projektbeteiligte, darunter fast 30 Lehrende aus 11 Disziplinen, die Lehrerinnen und Lehrer an der Universität Bielefeld ausbilden, setzen BiProfessional in der zweiten Förderungsphase um. Dabei kooperieren sie unter anderem mit den zwei Versuchsschulen des Landes Nordrhein-Westfalen, der Laborschule und dem Oberstufen-Kolleg in Bielefeld. 

Seit 2016 etabliert BiProfessional eine praxisnahe, forschungsbasierte und inklusionssensible Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an der Universität Bielefeld. Bisher entwickelten die Forschenden über 40 neue Lehrkonzepte und veröffentlichten in der Begleitforschung über 60 Publikationen. 

Mit der Qualitätsoffensive Lehrerbildung wollen Bund und Länder Reformen in der Bildung von Lehrerinnen und Lehrern anstoßen und unterstützen, unter anderem um angehende Lehrkräfte besser auf die Schulpraxis vorzubereiten. Von 2016 bis 2023 stehen dafür deutschlandlandweit 500 Millionen Euro zur Verfügung. 

Weitere Informationen:
•    Die Homepage von BiProfessional: https://www.uni-bielefeld.de/biprofessional/ 
•    Die Qualitätsoffensive Lehrerbildung: https://www.qualitaetsoffensive-lehrerbildung.de/ 

Kontakt:
Professor Dr. Martin Heinrich und Dr. Lilian Streblow, Universität Bielefeld
E-Mail: biprofessional@uni-bielefeld.de

Quelle: Universität Bielefeld

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