Im Titelbild wird es deutlich: Auf Straßen wirken Amphibien (hier Erdkröten) verloren und außerhalb ihres Elementes. Straßen werden, vor allem während der Amphibienwanderung, häufig zu einer Todesfalle für einen Großteil der Tiere. Sie werden überfahren, vom Unterdruck der Fahrzeuge erfasst, trocknen aus oder können die Straße aufgrund der Barrierewirkung von Bordsteinen nicht mehr verlassen. Um dies so gut wie möglich zu verhindern, arbeitet das Umweltamt mit verschiedenen Maßnahmen an Straßen.
AktuellesStand: Februar 2025
Die aktuellen Wettervorhersagen sagen für die kommenden Tage mildere Temperaturen und Niederschläge voraus. Daher werden sich die ersten Amphibien in diesem Jahr auf den Weg zu ihren Laichgewässern machen. An ausgewählten Straßenabschnitten hat das Umweltamt der Stadt Bielefeld eine neunwöchige ganztägige oder nächtliche Straßensperrung für den Autoverkehr eingerichtet, die den Amphibien ab sofort eine sichere Wanderung ermöglicht.
Ganztägige Straßensperrungen:
- an der Promenade/Furtwängler Straße,
- auf Höhe Brands Busch im Bezirk Mitte,
- an der Bokelstraße in Brackwede,
- am Arroder Weg in Niederdornberg-Deppendorf,
- am Poetenweg in Dornberg,
- am Belzweg in Jöllenbeck,
- am Jagdweg in Stieghorst und
- am Botweg in Ummeln.
Nächtliche Straßensperrungen:
- An der Brinkstraße in Senne wird zwischen der Straße Am Waldbad und der Friedhofstraße ab Freitag, 21. Februar, von 18.30 Uhr bis 6 Uhr eine nächtliche Sperrung durchgeführt. Die Umleitung erfolgt über die Straßen Am Waldbad, Klashofstraße und Friedhofstraße. Die Bedienung der Sperren wird durch Ehrenamtliche der Senner Krötenretter gewährleistet.
- Der Quellenhofweg in Gadderbaum wird in Höhe des Quellenhofs ab Freitag, 21. Februar, jede Nacht von 18 Uhr bis 5 Uhr gesperrt. Eine Umleitung, auch für die Buslinie 28 in den Abendstunden, führt über den Remterweg und die Karl-Triebold-Straße. Das Hotel Lindenhof ist von Osten aus kommend jederzeit erreichbar.
Die Sperren können im Notfall von den Rettungsdiensten geöffnet werden. Die meisten Privatgrundstücke sind zudem stets von einer Seite aus erreichbar. Zu Fuß und mit dem Rad können die Sperrbereiche weiterhin ohne Einschränkungen genutzt werden.
Das Umweltamt bittet die Anliegenden der gesperrten Bereiche sowie die Verkehrsteilnehmenden um Verständnis und Unterstützung. Durch den Straßenverkehr kann der Bestand an heimischen, zum Teil gefährdeten Amphibien erheblich dezimiert werden.
Weitere Informationen Funde am AmphibienschutzzaunQuelle: Pressedienst Stadt Bielefeld (www.bielefeld.de)
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