Nach Berichten über aufgedeckte illegale Werkstätten in Rietberg, über die unter anderem die „Glocke“ berichtet hat, rät die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Bielefeld-Gütersloh zu besonderer Aufmerksamkeit bei der Wahl eines Kfz-Betriebs. Obermeister Patrick Mischok nennt konkrete Kriterien, an denen Verbraucher seriöse Anbieter erkennen können.
„Eine seriöse Werkstatt ist für Kunden klar erkennbar – mit eigener Internetseite, vollständigen Kontaktdaten und einem professionellen Auftritt“, sagt Mischok. Fehlen solche grundlegenden Informationen oder ist ein Betrieb kaum greifbar, sollten Kunden genauer hinsehen.
Ein zentrales Merkmal ist zudem die Abrechnung. „Zunächst einmal gilt: Es gibt eine Rechnung. Und die sollte alle Pflichtangaben enthalten – also Anschrift, Bankverbindung und Rechtsform. Ohne Rechnung gibt es am Ende auch keine Gewährleistung für die erbrachten Leistungen“, so der Obermeister. Auch transparente Preise und eine nachvollziehbare Dokumentation der Arbeiten seien entscheidend.
Die aktuellen Fälle zeigen aus Sicht der Innung, dass illegale Werkstätten nicht nur wirtschaftlichen Schaden verursachen, sondern auch Risiken für die Verkehrssicherheit bergen. Unsachgemäße Reparaturen oder minderwertige Ersatzteile können gravierende Folgen haben.
Zusätzliche Orientierung bieten auch sichtbare Merkmale vor Ort. „Viele Innungsfachbetriebe sind zudem klar erkennbar – etwa durch entsprechende Schilder“, erklärt Mischok. „Wer auf Nummer sicher gehen will, ist bei einem Innungsbetrieb gut aufgehoben.“ Eine Übersicht regionaler Innungsbetriebe ist unter www.kh-gt-bi.de abrufbar.
Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Bielefeld-Gütersloh rät Autofahrern, bei der Werkstattwahl nicht allein auf den Preis zu schauen, sondern vor allem auf Seriosität, Transparenz und fachliche Qualifikation.
Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)

