Die Stadt Bielefeld hat das Haus des Handwerks in der Hans-Sachs-Straße übernommen. Die Kreishandwerkerschaft kann das Gebäude noch bis Ende 2027 nutzen, bevor der Umzug in den Neubau auf dem Campus Handwerk ansteht. Die Stadt plant, das Gebäude künftig für die Erweiterung des Gymnasiums am Waldhof zu nutzen. Kreishandwerksmeister Frank Wulfmeyer gratulierte Oberbürgermeisterin Dr. Christina Bauer zur Wahl und betonte, dass das Haus des Handwerks ein wichtiger Teil des Stadtbilds bleibe.
Verbesserungen beim Handwerkerparkausweis
Bei einem Treffen mit der Oberbürgermeisterin und Baudezernentin Claudia Koch wurden zudem politische Themen besprochen. Dr. Bauer kündigte an, dass bereits im Dezember erste Erleichterungen beim Handwerkerparkausweis kommen: Fahrzeuge müssen künftig nicht mehr fotografiert werden, und die jährliche Neubeantragung entfällt. „Wir wollen gegenüber dem Handwerk auf mehr Vertrauen und weniger Bürokratie setzen“, so die Oberbürgermeisterin.
Neues Vergaberecht als Chance
Ab 1. Januar 2026 gilt in NRW ein neues Vergaberecht. Kommunen entscheiden dann unterhalb der EU-Schwellenwerte selbst über ihre Verfahren. Wulfmeyer wünscht sich dadurch bessere Chancen für lokale kleine und mittlere Betriebe. Baudezernentin Koch zeigte sich offen: Die bisherigen Hürden seien gerade für kleine Betriebe zu hoch gewesen, nun gebe es neue Spielräume.
Im Gespräch bleiben
Auch aus den Innungen kam positive Resonanz. Beim Wiedersehen im kommenden Jahr möchte man erste Erfahrungen mit dem neuen Vergaberecht austauschen. Das Treffen machte deutlich: Das Handwerk bleibt im Gespräch – und das Haus des Handwerks bleibt ein fester Teil des Bielefelder Stadtbilds.
Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)

