19. Juni 2026 / Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Blick hinter die Theke: Junioren zu Gast bei Fleischerei Münch

Beim jüngsten Werkstattgespräch der Junioren des Handwerks Gütersloh-Bielefeld öffnete Lennart Hermstein die Türen...

Veröffentlicht am 19. Juni 2026 um 12:02 Uhr

Beim jüngsten Werkstattgespräch der Junioren des Handwerks Gütersloh-Bielefeld öffnete Lennart Hermstein die Türen seiner Fleischerei Münch im Bielefelder Süden. Rund 15 Gäste erlebten einen authentischen Einblick in einen Innungsbetrieb, der Tradition und Leidenschaft auf besondere Weise verbindet. Als Gast war auch Jens Uwe Pape, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld, dabei, der vom Betrieb und der lebendigen Vernetzung des Handwerksnachwuchses sichtlich beeindruckt war.

Das Format "Werkstattgespräch" gehört zum festen Veranstaltungskalender der Handwerksjunioren: Betriebe öffnen ihre Türen, Inhaber berichten aus der Praxis, und der Nachwuchs des Handwerks tauscht sich in entspannter Atmosphäre aus. Genau das gelang auch an diesem Abend.

Fleischerei Münch: Innungsbetrieb mit Auszeichnung

Die Fleischerei Münch steht als Innungsfachbetrieb für das, was das organisierte Handwerk auszeichnet: fachliche Kompetenz, Qualität und Verlässlichkeit. Mit rund 30 Mitarbeitern hat sich der Betrieb vom kleinen Familienbetrieb zu einem mittelständischen Unternehmen entwickelt, das weit über Bielefeld hinaus bekannt ist. Wer sich in Ostwestfalen-Lippe mit Steak, Steakcuts oder der richtigen Zubereitung beschäftigt, kommt an der Fleischerei Münch kaum vorbei.

Lennart Hermstein übernahm den Betrieb am 2. Januar 2018 von seinem Ausbilder und Meister Norbert Münch. Er ist Fleischermeister, Fleischsommelier und zertifizierter Grillmeister. Als Obermeister der Bielefelder Fleischer-Innung trägt er Verantwortung für sein Gewerk und lebt gleichzeitig vor, was einen starken Innungsbetrieb ausmacht: handwerkliche Exzellenz, regionale Verwurzelung und unternehmerisches Engagement.

Die Fleischerei ist die einzige in Bielefeld, die noch selbst schlachtet, rund 19 Schweine und 2 Rinder pro Woche. Die Tiere stammen ausschließlich aus der direkten Nachbarschaft, das Netzwerk aus Landwirten und Erzeugern ist eng und gewachsen. Regionalität ist hier kein Marketingbegriff, sondern gelebte Praxis.

 Vernetzung als Mehrwert für den Handwerksnachwuchs

Pape betonte den Wert solcher Begegnungen: Wer als junger Unternehmer im Handwerk wachsen will, braucht Vorbilder, gute Gespräche und ein Netzwerk, das trägt. Ein Innungsbetrieb wie die Fleischerei Münch zeige eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Leidenschaft und handwerkliche Kompetenz zusammenkommen.

Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)

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