Redaktion: Dominik, die Founders Foundation macht Bielefeld zum Startup-Hotspot. Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Dominik Gross: „Es geht um die Verbindung. Bielefeld ist die Hauptstadt des deutschen Mittelstands und wir bringen die Agilität und Innovationskraft von Startups dazu. Denn Innovation passiert nicht im luftleeren Raum, sondern dort, wo Technologie auf echte Herausforderungen trifft. Wir geben den Gründerinnen und Gründern in unserem Founders Home in der Bielefelder Altstadt den Boden und Raum, um ihre Ideen zur Marktreife zu bringen und das nötige Rüstzeug für die Skalierung zu erhalten.“
Redaktion: Die „Hinterland of Things“ hat sich mittlerweile als eine der bedeutendsten Plattformen für die digitale Transformation in Deutschland etabliert. Warum ist es wichtig, dass diese Konferenz genau hier in Bielefeld stattfindet?
Dominik Gross: „Weil wir hier authentisch sind. Die Hinterland of Things ist nicht nur eine weitere Tech-Konferenz; sie ist der Ort, an dem sich die etablierte Wirtschaft‘ und die Nachwuchs-Wirtschaft‘ auf Augenhöhe begegnen. Wir zeigen hier, dass Weltmarktführer und junge Gründer:innen voneinander lernen können. Das ist die DNA unserer Region. Bielefeld ist der Ort, an dem wir zeigen, was Deutschland in der Fläche zu bieten hat - außerhalb der großen Metropolen. “
Redaktion: Das Motto der diesjährigen Konferenz lautet „and ACTION“. Was steckt hinter dieser klaren Ansage?
Dominik Gross: „Wenn man morgens die Zeitung aufschlägt, dann denkt man ja oft, dass Deutschland bei der Diagnose-Stellung verharrt. Das Motto ‚and ACTION‘ ist unser Signal für den bewussten Übergang von Erkenntnis zur Umsetzung. Wir wollen weg von der Debatte und hin zum Ergebnis. Die Konferenz ist kein Ort für rein theoretische Zukunftsmodelle, sondern für Entscheidungen und echte Partnerschaften. Wir fordern unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu auf: Execute statt Explain, Build statt Debate - und ja, das tun wir bewusst bilingual“
Redaktion: Was dürfen die Teilnehmer:innen in diesem Jahr bei der Konferenz konkret erwarten?
Dominik Gross: Noch mehr Austausch, noch mehr Kooperation. Wer zu uns kommt, sucht keine oberflächliche Vernetzung, sondern echtes Business und Inspiration. Die Hinterland of Things ist der Ort, an dem wir gemeinsam die Zukunft unserer Wirtschaft gestalten – zum Beispiel, wenn führende Entscheider wie Carsten Maschmeyer (Maschmeyer Group) oder René Obermann (Warburg Pincus) auf die nächste Gründergeneration treffen. Wenn Startups auf der Konferenz ihre Lösungen in Bereichen wie KI und Industrial Tech präsentieren, entsteht ein fruchtbarer Dialog. Das Ergebnis: Tradition trifft auf Disruption, Erfahrung auf Agilität. Ich lade jeden ein, Teil dieses Netzwerks zu werden.”
Redaktion: Welchen Ausblick wagst du? Wie wird sich die Innovationskraft in Ostwestfalen in den nächsten Jahren weiterentwickeln?
Dominik Gross: „Vor 10 Jahren war Bielefeld eine Startup-Wüste. Heute zählen wir über 350 Startups in der Region Ostwestfalen-Lippe. In dem Sinne: Wir stehen immer noch am Anfang. Bielefeld hat das Potenzial, sich als das Zentrum für industrielle Innovation in Europa zu etablieren. Wenn es uns gelingt, diese ‚and ACTION‘-Mentalität auch über den Konferenztag hinaus zu leben, dann werden wir noch wahnsinnig spannende Kooperationen und Deals erleben ,.“

