28. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Wintersportler gerät an der Marmolata in Lawine und stirbt

Ein Freerider wird an der Marmolata von einer Lawine verschüttet. Retter bergen ihn nach einer aufwendigen Suche - doch er überlebt nicht. Warum Zeit bei Lawinen über Leben und Tod entscheidet.

Freerider stirbt nach Lawinenunglück (Foto-Archiv).

Ein Freerider ist nach einem Lawinenunglück an der Marmolata in den Dolomiten im Krankenhaus gestorben. Der 31-Jährige aus Rom war bei der Abfahrt abseits der Piste von einer Lawine erfasst worden. Er sei in einer Höhe von etwa 2.700 Metern unterhalb der Punta Rocca, wo auch die Bergstation der Seilbahn liegt, von einer Lawine erfasst worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Bergrettung des Trentino. Freerider nennt man Wintersportler, die abseits präparierter Pisten fahren.

Freunde rufen die Bergretter 

Freunde des Sportlers hatten den Notruf ausgelöst. Die Retter suchten auch unter Einsatz von Hundestaffeln sowie eines Hubschraubers in dem Gebiet nach dem Verschütteten. Der Mann sei schließlich in einer Gletscherspalte an einer sehr tiefen Stelle entdeckt worden. Nach der schwierigen Bergung wurde er in sehr kritischem Zustand ins Krankenhaus in Trento gebracht. Dort erlag er jedoch den schweren Verletzungen. 

Vom Zeitpunkt des Unfalls bis zu Bergung verging offensichtlich eine erhebliche Zeitspanne. Die Freunde, die getrennt von dem Freerider unterwegs waren, hatten den Berichten zufolge die Rettung alarmiert, als sie eine halbe Stunde nicht von ihm hörten. Die Suche hatte sich schwierig gestaltet und am Nachmittag hingezogen. 

Nach Lawinenunglücken sind die ersten 10 bis 15 Minuten entscheidend. Dann sinkt die Überlebenschance sehr schnell ab. Wenn Verschüttete nicht an ihren schweren Verletzungen sterben, setzt Sauerstoffmangel und Ersticken ein.


Bildnachweis: © Sabine Dobel/dpa
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