13. Mai 2026 / Aus aller Welt

Welle von Magen-Darm-Infekten stoppt Kreuzfahrt in Bordeaux

Nach einer Welle von Magen-Darm-Erkrankungen dürfen rund 1.700 Menschen ein Kreuzfahrtschiff in Bordeaux nicht verlassen. Mediziner prüfen die Lage an Bord.

1.700 Passagiere und Crew-Mitglieder sitzen nach einer Welle von Magen-Darm-Erkrankungen auf einem Kreuzfahrtschiff in Bordeaux fest.
Veröffentlicht am 13. Mai 2026 um 15:50 Uhr

Wegen einer Welle von Magen-Darm-Erkrankungen auf einem Kreuzfahrtschiff dürfen die rund 1.700 Passagiere und Crew-Mitglieder das im südwestfranzösischen Bordeaux eingelaufene Schiff nicht verlassen. Mediziner seien an Bord der «Ambition» gegangen, um die Lage zu bewerten und Proben zu nehmen, teilten die örtlichen Gesundheitsbehörden und die Präfektur mit. Nach Angaben des Kapitäns seien rund 50 Passagiere erkrankt. Wie die örtliche Zeitung «Sud Ouest» und weitere französische Medien berichteten, starb ein über 90 Jahre alter britischer Passagier.

Die französischen Behörden betonten, es gebe keinen Grund, einen Zusammenhang zwischen diesem Ausbruch an Bord des aus Belfast und Liverpool kommenden Kreuzfahrtschiffes und dem von einem Hantavirus-Ausbruch betroffenen Schiff «Hondius» herzustellen. Im Laufe des Tages wollten die Behörden über das weitere Vorgehen entscheiden, sobald erste Untersuchungsergebnisse vorliegen. Die «Ambition» wollte eigentlich Kurs Richtung Spanien nehmen.

Die von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene «Hondius» hatte am Sonntag den Hafen von Teneriffa angesteuert, wo die Passagiere evakuiert wurden. Derzeit sind elf bestätigte oder wahrscheinliche Hantavirus-Fälle im Zusammenhang mit der «Hondius» erfasst. Darunter sind auch die drei verstorbenen Passagiere, bei denen eine Infektion mit dem Hantavirus-Typ Andesvirus nachgewiesen wurde oder vermutet wird.


Bildnachweis: © Christophe Archambault/AFP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Neueste Artikel

Zeuge im Block-Prozess: Wollte zwischen Eltern vermitteln
Aus aller Welt

Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die keinen Kontakt zu ihren Kindern in Dänemark hatte, oft beraten. Er berichtet im Prozess, wie er die verfeindeten Eltern an einen Tisch bringen wollte.

weiterlesen...
Reiseagentur Logbuch in Bielefeld: Persönliche Reiseberatung statt anonymer Online-Buchung
Partner News

Individuelle Reiseplanung mit Erfahrung, Vertrauen und persönlichem Service

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Zeuge im Block-Prozess: Wollte zwischen Eltern vermitteln
Aus aller Welt

Ein Kinderpsychologe hat Christina Block, die keinen Kontakt zu ihren Kindern in Dänemark hatte, oft beraten. Er berichtet im Prozess, wie er die verfeindeten Eltern an einen Tisch bringen wollte.

weiterlesen...
US-Wetterbehörde NOAA: El Niño ist da
Aus aller Welt

Seit Monaten zeichnete es sich ab, jetzt verkündet die US-Wetterbehörde NOAA Gewissheit: Das Klimaphänomen El Niño ist wieder da. Es drohen mehr Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen.

weiterlesen...