Vermutlich Hunderttausende Haushalte in Deutschland müssen sich jetzt einen neuen Fernseher anschaffen. Denn zahlreiche ältere TV-Geräte können ab 7. Januar nicht mehr das Erste und die Dritten Programme empfangen. Die ARD stellt laut Mitteilung zu diesem Datum die Satelliten-Verbreitung ihrer Sender in SD-Qualität ein und sendet nur noch in HD-Qualität, große Kabelnetzbetreiber wollen bei der Abschaltung zeitgleich mitziehen. Vor etwa einem Jahr hatten laut Branchenbericht «Astra TV Monitor 2023» rund 2,7 Millionen TV-Haushalte in Deutschland nur ein SD-Gerät zu Hause. Die Programme ZDF, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat und KiKA werden laut deren Ankündigung etwas später, im November dieses Jahres, mit der SD-Abschaltung folgen. Der Kultursender Arte sowie Phoenix und der Spartensender One sind bereits seit 2022 ausschließlich in HD zu empfangen. Die Abkürzung SD steht für ein digitales Fernsehsignal in Standardauflösung, diese Qualität gilt seit Jahren als veraltet. Alle großen TV-Sender bieten parallel inzwischen auch HD-Qualität an, also eine Übertragung in gestochen scharfer Bildauflösung. Die großen deutschen Privatsender sind laut Umfrage der Deutschen Presse-Agentur alle noch auf absehbare Zeit in SD zu empfangen. «Sie können unsere Sender auf alle Arten sehen - SD und HD. Und das bleibt noch lange so», sagte ein Sprecher der Senderfamilie ProSiebenSat.1. Und der TV-Konzern RTL betonte: «Alle Free-TV-Sender von RTL Deutschland (RTL, RTLup, Nitro, Vox, VOXup, ntv, Super RTL, RTLzwei und Toggo plus) sind sowohl in SD als auch in HD verfügbar. Eine SD-Abschaltung ist auf absehbare Zeit nicht geplant.» Die Abschaltung der SD-Übertragung betrifft zwar eigentlich nur diejenigen TV-Haushalte, die ihre Fernsehprogramme über Satellit empfangen. «Allerdings könnte die SD-Abschaltung auch für Kabelkundinnen und Kabelkunden eine Umstellung bedeuten, da einige Kabelnetzbetreiber bereits angekündigt haben, die Verbreitung der Fernsehprogramme der ARD in SD-Qualität ebenfalls am 7. Januar 2025 zu beenden», erläuterte die ARD. «Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte direkt an Ihren zuständigen Kabelnetzbetreiber.» 45,5 Prozent der deutschen Haushalte mit Fernsehempfang schauen über Satellit (Stand: Ende 2023). Die meisten von ihnen haben laut Umfrage bereits ein HD-fähiges Gerät zuhause stehen, müssen also nicht handeln. Auch Nutzer des digitalen Antennenfernsehens DVB-T2 sind nicht betroffen.
Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Viele Tausend TV-Haushalte sehen bei ARD nur noch schwarz
Wer sich für die Technikbegriffe SD und HD nicht interessiert, erlebt dieser Tage vielleicht eine Überraschung. Bei vielen älteren TV-Geräten ist ein wichtiger Teil der Programme nicht mehr zu sehen.
Meistgelesene Artikel
- 6. Januar 2026
Schnee in Bielefeld & Kreis Gütersloh: Wer räumen muss - und welches Streumittel erlaubt ist
Achtung Rutschgefahr in Ostwestfalen!
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Neueste Artikel
- 21. Januar 2026
Klage gegen «Daily Mail»: Prinz Harry tritt in Zeugenstand
Ungewöhnlicher Anblick in London: In seinem Kreuzzug gegen die Boulevardpresse tritt Prinz Harry in den Zeugenstand. Sein Antrieb liegt tief in seiner Familiengeschichte verborgen.
- 21. Januar 2026
Europol: Historischer Erfolg im Kampf gegen Drogenhandel
Ermittler heben einen Chemikalien-Großhandel aus. 85 Verdächtige werden festgenommen - teils auch in Deutschland.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 21. Januar 2026
Klage gegen «Daily Mail»: Prinz Harry tritt in Zeugenstand
Ungewöhnlicher Anblick in London: In seinem Kreuzzug gegen die Boulevardpresse tritt Prinz Harry in den Zeugenstand. Sein Antrieb liegt tief in seiner Familiengeschichte verborgen.
- 21. Januar 2026
Europol: Historischer Erfolg im Kampf gegen Drogenhandel
Ermittler heben einen Chemikalien-Großhandel aus. 85 Verdächtige werden festgenommen - teils auch in Deutschland.

