Im Erpressungsfall um vergiftete Babykost des Herstellers Hipp bestreitet der Verdächtige nach Angaben seines Anwalts alle Vorwürfe. «Er hat nichts mit der Sache zu tun», sagte der Jurist über den 39-jährigen Mann, der am Wochenende festgenommen worden war. Sein Mandant habe weder eine Erpresser-Mail an Hipp geschrieben, noch habe er etwas mit den mit Rattengift versetzten Gläschen zu tun, sagte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur. Der Anwalt bestätigte hingegen einen Bericht der «Kronen Zeitung», wonach es sich bei dem 39-Jährigen um einen ehemaligen Hipp-Mitarbeiter an einem Firmenstandort in Österreich handelt. Er habe das deutsche Unternehmen aber in beidseitigem Einverständnis und nicht im Groll verlassen, betonte der Anwalt. Der Verdächtige war am Samstag im österreichischen Bundesland Salzburg festgenommen worden. Er wurde am Montag nach Angaben der Polizei weiter in Eisenstadt im Osten Österreichs verhört. In der Nähe von Eisenstadt war eines von bislang fünf Hipp-Gläschen mit Rattengift gefunden worden. Die anderen waren in der Slowakei und in Tschechien aufgetaucht. Nach einem sechsten möglicherweise vergifteten Glas wird in Österreich weiterhin gesucht. Das deutsche Sortiment war nach Angaben von Hipp nicht betroffen.Verhör dauert bereits dritten Tag an
Der Hersteller aus dem bayerischen Pfaffenhofen an der Ilm hatte Ende März eine Erpresser-Mail in einem Sammelpostfach erhalten. Nachdem das Schreiben im April entdeckt wurde, alarmierte Hipp die Behörden.
Bildnachweis: © Tobias Steinmaurer/APA/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Vergiftete Babynahrung: Verdächtiger bestreitet Vorwürfe
Der Festgenommene ist ein ehemaliger Mitarbeiter des betroffenen Herstellers Hipp. Der Mann habe aber nichts mit der versuchten Erpressung und dem Rattengift zu tun, sagt sein Anwalt.
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel
Einen Tag nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen wird das Ausmaß der Katastrophe deutlicher. Dutzende Menschen sind tot, Hunderte verletzt - und viele stehen unter Schock.
Die USA und Kanada verlieren bei deutschen Auswanderern an Attraktivität. Das meldet das Statistische Bundesamt anlässlich der WM. Doch das dritte WM-Gastgeberland ist beliebter geworden.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Einen Tag nach dem schweren Erdbeben auf den Philippinen wird das Ausmaß der Katastrophe deutlicher. Dutzende Menschen sind tot, Hunderte verletzt - und viele stehen unter Schock.
Die USA und Kanada verlieren bei deutschen Auswanderern an Attraktivität. Das meldet das Statistische Bundesamt anlässlich der WM. Doch das dritte WM-Gastgeberland ist beliebter geworden.

