19. September 2025 / Aus aller Welt

US-Polizisten bei Ermittlungen zu häuslicher Gewalt getötet

Ein mutmaßlicher Stalker wird am Wohnort seiner Ex-Freundin im Bundesstaat Pennsylvania mit einer Waffe gesehen. Polizisten machen sich auf die Suche nach ihm. Für einige endet der Einsatz tödlich.

Nach den tödlichen Schüssen sperrte die Polizei umliegende Straßen.
Veröffentlicht am 19. September 2025 um 01:12 Uhr

Nach den tödlichen Schüssen auf drei Polizisten im US-Bundesstaat Pennsylvania haben die Ermittler erste Informationen zu den Hintergründen der Tat bekanntgegeben. Die Polizisten waren wegen Ermittlungen zu einem Fall häuslicher Gewalt in North Codorus Township im Einsatz gewesen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Dort seien sie von einem mutmaßlichen Stalker erschossen worden, der zudem zwei weitere Polizisten schwer verletzte.

Den Angaben zufolge wollten sie den Mann am Mittwoch festnehmen, nachdem er tags zuvor am Wohnort seiner Ex-Freundin gesichtet worden war. Auf Kamera-Aufnahmen war demnach zu sehen, dass er eine Waffe bei sich hatte. Am Wohnort der Ex-Freundin hätten die Polizisten dann festgestellt, dass die Haustür nicht verschlossen war - obwohl sie und ihre Mutter sie zugesperrt hätten, bevor sie sich aus Sicherheitsgründen an einen anderen Ort begaben.

Als die Beamten die Tür öffneten, feuerte der Mann laut Staatsanwaltschaft direkt mehrere Schüsse ab, die drei der Polizisten töteten. Beim anschließenden Schusswechsel zwischen ihm und anderen Einsatzkräften wurde der mutmaßliche Stalker getötet. 

Tausende Schusswaffenopfer jedes Jahr

Die Ermittler untersuchen aktuell noch andere Aspekte rund um die Tat, gehen aber von hasserfüllter häuslicher Gewalt als Motiv aus. 

Waffengewalt und auch tödliche Angriffe sind in den USA traurige Normalität. Jedes Jahr sterben Tausende Menschen an Verletzungen, die durch Schusswaffen verursacht wurden – sei es durch Fremd- oder Eigenverschulden.


Bildnachweis: © Matt Slocum/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Neueste Artikel

Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben auf den Philippinen
Aus aller Welt

Panik auf Mindanao: Häuser stürzen ein, Risse in den Straßen tun sich auf. Es gibt Tote und Verletzte - und stundenlang eine Tsunami-Warnung. Was Augenzeugen über die dramatischen Minuten berichten.

weiterlesen...
Zahl der Wolfsrudel in der Schweiz gestiegen
Aus aller Welt

2012 bildete sich das erste Wolfsrudel in der Schweiz. Die Zahl der Raubtiere ist inzwischen auf 350 gestiegen. Und das, obwohl durch Regulierung Dutzende Tiere getötet werden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben auf den Philippinen
Aus aller Welt

Panik auf Mindanao: Häuser stürzen ein, Risse in den Straßen tun sich auf. Es gibt Tote und Verletzte - und stundenlang eine Tsunami-Warnung. Was Augenzeugen über die dramatischen Minuten berichten.

weiterlesen...
Zahl der Wolfsrudel in der Schweiz gestiegen
Aus aller Welt

2012 bildete sich das erste Wolfsrudel in der Schweiz. Die Zahl der Raubtiere ist inzwischen auf 350 gestiegen. Und das, obwohl durch Regulierung Dutzende Tiere getötet werden.

weiterlesen...