Im Prozess um den Messerangriff mit zahlreichen Verletzten am Hamburger Hauptbahnhof könnte heute das Urteil verkündet werden. Am Morgen soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Beweisaufnahme vor dem Landgericht Hamburg geschlossen und plädiert werden, teilte die Gerichtspressestelle mit. Im Laufe des Nachmittags könnte dann das Urteil verkündet werden. In dem Sicherungsverfahren steht seit dem 18. November 2025 eine 40 Jahre alte Frau vor Gericht. Sie soll am 23. Mai 2025 auf einem Bahnsteig voller Menschen wahllos auf Reisende eingestochen haben. Während sechs Personen den Stichen ausweichen konnten, erlitten nach Angaben der Behörde 15 Menschen zum Teil erhebliche Schnitt- oder Stichverletzungen. Die Staatsanwaltschaft wirft der 40-Jährigen versuchten Totschlag in 21 Fällen vor, davon in 15 Fällen in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Behörde geht davon aus, dass die Frau wegen einer psychischen Erkrankung bei der Tat schuldunfähig war. Sie leide an einer mit Realitätsverkennung einhergehenden paranoiden Schizophrenie und höre Stimmen, hieß es. In dem sogenannten Sicherungsverfahren geht es darum, ob die Beschuldigte aufgrund ihrer Krankheit eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt und auf Dauer in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden muss. Nach der Tat wurde sie dort nur vorläufig eingewiesen. Die Tat auf dem Bahnsteig dauerte nach Angaben des Hamburger Senats nur 24 Sekunden. Wenige Minuten zuvor hatte die 40-Jährige ein Gemüsemesser mit einer 8,5 Zentimeter langen Klinge in einem Drogeriemarkt im Hauptbahnhof gestohlen. Zwei Zeugen wurden auf die mutmaßliche Messerstecherin aufmerksam und stoppten sie auf dem Bahnsteig. Einer der Männer brachte sie den Angaben zufolge zu Fall und trat ihr das Messer aus der Hand. Gemeinsam hielten sie die Frau bis zum Eintreffen der Polizei fest. Früheren Angaben zufolge wurden drei Frauen im Alter von 24, 52 und 85 Jahren und ein 24 Jahre alter Mann lebensgefährlich verletzt. Eine Frau musste nach Angaben der Staatsanwaltschaft notoperiert und in ein künstliches Koma versetzt werden.Angeklagte leidet unter paranoider Schizophrenie
Zeugen stoppten Frau
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Urteil im Prozess um Messerangriff im Hauptbahnhof erwartet
Eine Frau sticht im Mai wahllos auf Reisende im Hamburger Hauptbahnhof ein. Seit November wird der Fall vor Gericht verhandelt. Am Montag könnte das Urteil verkündet werden.
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