15. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Türkische Girlband wegen «schamlosen Verhaltens» verurteilt

Die türkische Girlband «Manifest» ist zurzeit die erfolgreichste Popgruppe der Türkei. Doch ein Konzert im September ist den Behörden ein Dorn im Auge - und hat Konsequenzen.

Türkische Flagge (Archivbild)

Die türkischen Behörden haben eine bekannte türkische Pop-Girlband wegen «schamlosen Verhaltens» verurteilt. Das Istanbuler Gericht verhängte gegen die sechs Sängerinnen der Gruppe «Manifest» eine Strafe von drei Monaten und 22 Tagen auf Bewährung, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Auch eine Sängerin, die einen Gastauftritt bei einem Konzert der Gruppe hatte, wurde demnach auf Bewährung verurteilt. 

Auslöser war ein Konzert im September in Istanbul vor tausenden Fans. Die sechs Sängerinnen Anfang 20 trugen bei ihrem Auftritt knappe Kleidung, die Dessous ähnelten, und begeisterten mit ihren Tanzeinlagen das Publikum. 

In der Begründung des Gerichts hieß es nach Angaben der Tageszeitung «Cumhuriyet» unter anderem, die Sängerinnen hätten auf der Bühne Bewegungen gemacht, die an Geschlechtsverkehr erinnerten.

«Manifest»: Mit Musik und Tanz Menschen zusammenbringen

Die Sängerinnen hatten nach Bekanntwerden der Ermittlungen im September mitgeteilt, sie hätten mit ihrem Auftritt nicht vorgehabt, jemanden zu verärgern oder Empfindlichkeiten zu ignorieren. Sie seien betrübt über die Situation. Das Ziel der Band sei es, mit Musik und Tanz Menschen aller Altersgruppen und Einstellungen zusammenzubringen. 

«Manifest» wurde vor knapp einem Jahr bei einer Talentshow auf YouTube gegründet und hat seitdem einen kometenhaften Aufstieg erlebt.


Bildnachweis: © Rolf Vennenbernd/dpa
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