2. Februar 2026 / Aus aller Welt

Trump will Washingtons Kennedy Center für Umbau schließen

Als Donald Trump dem Kulturhaus seinen eigenen Namen hinzufügen ließ, gab es von Künstlern Protest. Jetzt treibt der Präsident den Umbau voran.

Die Kultureinrichtung soll nach dem Willen des US-Präsidenten für einen Umbau rund zwei Jahre geschlossen werden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 2. Februar 2026 um 01:19 Uhr

Erst hat US-Präsident Donald Trump dem Kennedy Center in Washington unter öffentlichem Protest seinen eigenen Namen hinzugefügt, jetzt will er das Kulturhaus nach seinen Wünschen umgestalten. Dafür solle das «Trump Kennedy Center» im Herzen der US-Hauptstadt im Juli für rund zwei Jahre schließen, kündigte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social an. Trump will eigenen Angaben zufolge aus dem Haus den besten Ort für Musik, Kunst und Entertainment weltweit machen. Die US-Regierung betonte immer wieder, dass der Komplex in einem schlechten Zustand und renovierungsbedürftig sei.

In dem prunkvollen Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt. Im Dezember wurde Trumps Name offiziell hinzugefügt. Das hatte zu Protest geführt: Mehrere Künstlerinnen und Gruppen sagten ihre Auftritte ab. 

Trump hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt mehrere Mitglieder des Kuratoriums des Kennedy Centers entlassen, selbst den Vorsitz übernommen und den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten gemacht.


Bildnachweis: © Jacquelyn Martin/AP/dpa
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