Kurz nach dem Silvesterfeuerwerk bringt ein astronomisches Schauspiel den Himmel zum Funkeln: In der ersten Januarwoche ist der Meteorstrom der Quadrantiden am Firmament zu sehen. Die meisten Sternschnuppen werden am Abend des 3. Januar erwartet. Das Wetter spielt in der Nacht zum Samstag allerdings nur bedingt mit: Vor allem über der Mitte Deutschlands erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) einige Wolken und noch etwas Schnee. Ansonsten dürfte der Blick auf die Sternschnuppen frei bleiben. Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim, erläutert, wann der Blick gen Himmel am erfolgversprechendsten ist. «Das Maximum ist wie man sagt spitz, also von kurzer Dauer», so Pilz. «Es ist eine gute Idee, gleich zu Beginn der Nacht mit dem Beobachten zu beginnen.» Je später, desto weniger Sternschnuppen seien wahrscheinlich zu entdecken. Der Ausstrahlungspunkt befindet sich im Sternbild Bootes, weshalb man auch von Bootiden spricht. Dieser Punkt stehe bei Beginn der Nacht nur knapp über dem Horizont in nord-nord-westlicher Richtung, erklärt Pilz. «Das ist erst mal eine schlechte Nachricht.» Da aber bis zu 100 Meteore pro Stunde erwartet würden, könne man sicherlich ein paar davon sehen. Verursacht werden die Sternschnuppen von einer kosmischen Staubwolke. Da die Staubteilchen flach in die Atmosphäre eintreten, ziehen sie lange Spuren, wie Pilz weiter ausführt. Diese könnten über weite Teile des Himmels reichen.Eine kosmische Staubwolke als Verursacher
Bildnachweis: © Patrick Pleul/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Sternschnuppen zum Jahresbeginn: Die Quadrantiden kommen
Das neue Jahr startet mit einem Himmelsschauspiel: Die Quadrantiden sind zu sehen. Das Wetter erlaubt allerdings nicht in allen Teilen Deutschlands einen Blick auf die Sternschnuppen.
Meistgelesene Artikel
Das Hoch «Hartmut» bringt nicht nur tagsüber Hitze, sondern auch nachts kaum Abkühlung. Der Wetterdienst rät deshalb, lange Aufenthalte draußen zu vermeiden.
Neueste Artikel
- 20. Juli 2026
Nabu: Zahl der Störche hat sich mehr als verfünffacht
In 1980er Jahren gab es in vielen Regionen gar keine mehr. Nun geht der Naturschutzbund von 15.000 brütenden Storchenpaaren bundesweit aus. Wie es dazu kam - und wo die Storchendichte am höchsten ist.
- 20. Juli 2026
Waldbrand bei Madrid wird immer größer
Feuerwalze nahe Madrid bedroht 30 Dörfer, mehr als 26.000 Hektar sind schon zerstört. Hunderte kämpfen gegen Wind und Gluthitze – und die nächste Hitzewelle steht bevor.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 20. Juli 2026
Nabu: Zahl der Störche hat sich mehr als verfünffacht
In 1980er Jahren gab es in vielen Regionen gar keine mehr. Nun geht der Naturschutzbund von 15.000 brütenden Storchenpaaren bundesweit aus. Wie es dazu kam - und wo die Storchendichte am höchsten ist.
- 20. Juli 2026
Waldbrand bei Madrid wird immer größer
Feuerwalze nahe Madrid bedroht 30 Dörfer, mehr als 26.000 Hektar sind schon zerstört. Hunderte kämpfen gegen Wind und Gluthitze – und die nächste Hitzewelle steht bevor.

