Der für Montag vorgesehene Testflug der Rakete «New Glenn» ist zunächst mehrfach um etliche Minuten verschoben und schließlich ganz abgesagt worden. Der Startversuch werde abgebrochen, um ein Problem mit einem Teilsystem beheben zu können, hieß es vom Weltraumunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Die Klärung werde länger dauern als das verfügbare Startfenster von drei Stunden. «Wir prüfen die Möglichkeiten für unseren nächsten Startversuch.» Die rund 100 Meter hohe Rakete hatte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben, die Trägerrakete im Verlauf des Testflugs im Atlantik auf einem Schiff landen sollen. Ein neuer potenzieller Starttermin wurde zunächst nicht genannt. Wegen ungünstiger Bedingungen war der Testflug bereits zuvor mehrfach tageweise verschoben worden. An Bord hat die zweistufige Schwerlastrakete einen Prototyp des Raumfahrzeugs «Blue Ring», das später Satelliten ins All bringen soll. Unter anderem sollte bei dem Flug die Kommunikationsfähigkeit von «Blue Ring» von Ingenieuren auf der Erde getestet werden. Nach eigenen Angaben arbeitet Blue Origin bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung der teilweise wiederverwendbaren Rakete, die etwa 45 Tonnen Material in die niedrige Erdumlaufbahn transportieren kann. Auch Astronauten sollen damit künftig Missionen absolvieren. In Zukunft will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Raumfahrtfirma von Tech-Milliardär Elon Musk fliegt vor allem mit seiner «Falcon Heavy»-Rakete schon seit Jahren für die US-Raumfahrtbehörde Nasa und andere Auftraggeber.Kommunikation testen
Bildnachweis: © -/Blue Origin/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Schwerlastrakete «New Glenn» startet doch nicht
Elon Musks Firma SpaceX dominiert kommerzielle Flüge ins All, nun will Blue Origin von Jeff Bezos nachlegen. Beim geplanten Testflug gibt es aber Verzögerungen - und schließlich einen Abbruch.
Meistgelesene Artikel
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
Neueste Artikel
- 16. August 2026
Nach Ätna-Ausbruch: Flugbetrieb wieder weitgehend normal
Nach dem Ätna-Ausbruch kehrt am Flughafen Catania wieder Normalität ein. Einige Flüge, etwa nach Deutschland, bleiben aber weiterhin betroffen.
- 16. August 2026
Feuerwehr in Monschau: Fahren Einsatz zurück
Die Lage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich laut Feuerwehr entspannt. Man halte zunächst nur noch 20 Kräfte vorsorglich vor Ort.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. August 2026
Nach Ätna-Ausbruch: Flugbetrieb wieder weitgehend normal
Nach dem Ätna-Ausbruch kehrt am Flughafen Catania wieder Normalität ein. Einige Flüge, etwa nach Deutschland, bleiben aber weiterhin betroffen.
- 16. August 2026
Feuerwehr in Monschau: Fahren Einsatz zurück
Die Lage in Monschau an der belgischen Grenze hat sich laut Feuerwehr entspannt. Man halte zunächst nur noch 20 Kräfte vorsorglich vor Ort.

