Mit jodelnden Schulklassen, Gesangsdarbietungen und Jodelschnupperkursen haben hunderte Menschen im Kanton Schwyz den Eintrag des Schweizer Jodels in die Liste des Welterbes der Menschheit gefeiert. Die Entscheidung war am Mittwoch gefallen: Ein Ausschuss der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) hatte den Schweizer Antrag bei einer Sitzung in Neu-Delhi angenommen. Die Schweizer wollen dem Jodeln als wichtiger Kulturtradition durch die neue Anerkennung noch mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Unter anderem soll die Gesangsform möglichst in der Grundschule bereits Teil des Lehrplans sein. Mehrere Klassen haben eine bereits gestartete Initiative angenommen und zeigten ihr neues Können in Schwyz. Es ist eine Auflage der Unesco, dass Welterbe aktiv gepflegt, bewahrt und gefördert werde. Zudem boten Lehrerinnen und Lehrer im Tagungs- und Kulturzentrum Mythenhaus in Schwyz Schnupperkurse für Interessierte an. Beim Jodeln wird zwischen der tiefen Brust- und der hohen Kopf- oder Falsettstimme gewechselt. Nach Angaben von Professorin Nadja Räss von der Universität Luzern, die seit einigen Jahren einen Studiengang Jodeln anbietet, kann praktisch jeder Mensch das Jodeln erlernen. Die bezeichnet das Jodeln immer als «fünfte Landessprache der Schweiz».
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Schweizer feiern das Jodeln als Welterbe
Jodeln als Schulfach? In Schwyz zeigen Kinder ihr Können und Professorin Räss verrät: Fast jeder kann es lernen – selbst Neulinge wagen sich ran.
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