Wegen der Tötung eine Crewmitglieds ist der Kapitän des Frachters «Solong» fast ein Jahr nach der Kollision zweier Schiffe zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Der 59 Jahre alte Russe habe «das sehr hohe Todesrisiko offensichtlich missachtet», sagte Richter Andrew im Baker im Londoner Strafgerichtshof Old Bailey der Nachrichtenagentur PA zufolge. Das Unglück ereignete sich am 10. März 2025 vor der Nordküste Englands. Ein Mann kam ums Leben, seine Leiche wurde nie gefunden. Die unter portugiesischer Flagge fahrende «Solong» war mit dem unter US-Fahne im Einsatz stehenden Tanker «Stena Immaculate» vor der Mündung des Flusses Humber zusammengestoßen. Die «Stena Immaculate», die 220.000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Flugzeugtreibstoff geladen hatte, lag vor Anker, als die «Solong» den Tanker seitlich rammte. Beide Schiffe gerieten in Brand. Der Kapitän der «Solong» hatte zum Zeitpunkt des Unglücks alleinigen Wachdienst. Die Jury in London kam vor wenigen Tagen bereits zu dem Schluss, dass der Mann die Verantwortung für den Tod des 38 Jahre alten Opfers trägt. Der Tod des Mannes sei «vollständig vermeidbar» gewesen und die Schuld liege eindeutig beim Angeklagten, sagte der Richter laut PA.
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Schiffsunglück vor Küste Englands – Kapitän muss in Haft
Beim Zusammenstoß zweier Schiffe stirbt ein Crewmitglied, die Leiche bleibt verschwunden. Der Kapitän eines der beiden Schiffe muss lange hinter Gitter.
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