2. Februar 2026 / Aus aller Welt

Schiffsunglück vor Englands Küste: Kapitän verurteilt

Beim Zusammenstoß zweier Schiffe stirbt ein Crewmitglied, die Leiche bleibt verschwunden. Ein Londoner Gericht spricht jetzt das Urteil gegen einen der Kapitäne.

Fast ein Jahr nach der Kollision zweier Schiffe vor Englands Nordseeküste ist der Kapitän des Frachters «Solong» der fahrlässigen Tötung eines Crewmitglieds schuldig gesprochen worden.
Veröffentlicht am 2. Februar 2026 um 16:12 Uhr

Fast ein Jahr nach der Kollision zweier Schiffe vor Englands Nordseeküste ist der Kapitän des Frachters «Solong» der fahrlässigen Tötung eines Crewmitglieds schuldig gesprochen worden. Der 59 Jahre alte Russe musste sich vor einem Gericht in London verantworten. Bei dem Unglück am 10. März war ein Mann ums Leben gekommen, seine Leiche wurde nie gefunden. 

Die unter portugiesischer Flagge fahrende «Solong» war mit dem unter US-Fahne im Einsatz stehenden Tanker «Stena Immaculate» vor der Mündung des Flusses Humber zusammengestoßen. Die «Stena Immaculate, die 220.000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Flugzeugtreibstoff geladen hatte, lag vor Anker, als die «Solong» den Tanker seitlich rammte. Beide Schiffe gerieten in Brand. 

Der Kapitän der «Solong» hatte zum Zeitpunkt des Unglücks alleinigen Wachdienst. Die Jury in London kam zu der Überzeugung, dass der Mann die Verantwortung für den Tod des 38 Jahre alten Opfers trägt. Die Verkündung des Strafmaßes steht noch aus.


Bildnachweis: © Dan Kitwood/pool getty/AP/dpa
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