Nach dem spektakulären Bank-Einbruch in Gelsenkirchen hat sich Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) kritisch über die Kooperation mit der betroffenen Sparkasse geäußert. «Fest steht: Weil die Informationen gefehlt haben und nicht zur Verfügung gestellt wurden, mussten Polizei und Staatsanwaltschaft hier tätig werden», sagte Reul der «Rheinischen Post» in Düsseldorf. Die Polizei hatte das Institut am vergangenen Dienstag durchsucht. «Es ging bei der Durchsuchung der Bank um die Sicherstellung von Datenträgern sowie notwendigen Kundendaten, die bisher noch nicht vorgelegen haben», erläuterte der Minister. Auf die Frage nach Indizien für einen möglichen Insider antwortete er: «Die Täter wussten wahrscheinlich genau, wonach sie suchen und wussten auch, wie sie es bekommen.» Alles Weitere würden die Ermittlungen ergeben. Die Dimension des Gelsenkirchener Millionen-Coups sei bemerkenswert, sagte Reul. «Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert, sondern dass man sein Geld sicher aufs Konto legt.» Ende Dezember hatten sich bislang unbekannte Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen. Der Schaden wird noch ermittelt. Er soll nach ersten Schätzungen der Polizei im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen, könnte aber sogar noch deutlich höher sein.Reul wundert sich über Vermögen in Bankschließfächern
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Reul kritisiert Informationsfluss nach Gelsenkirchener Coup
Ein spektakuläres Ganoven-Stück und viele offene Fragen: Innenminister Reul wundert sich über die Gelsenkirchener Sparkasse – und über das viele Bargeld im Tresor. Was steckt hinter dem Einbruch?
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