25. Juni 2025 / Aus aller Welt

Peta will nach Wels-Tötung Strafanzeige stellen

Die Polizei schießt auf einen zwei Meter langen Fisch, der Badende angreift. Aus Sicht von Tierschützern hätte es eine Alternative gegeben.

Zur Tötung des Welses hätte es aus Sicht von Peta eine Alternative gegeben.

Nach der Tötung eines aggressiven Wels in einem Badesee in Mittelfranken will die Tierrechtsorganisation Peta Strafanzeige gegen die Beteiligten stellen. «Wir sind schockiert vom Vorgehen der zuständigen Polizei und der Angler, die ganz offenbar für den extrem schmerzhaften, langsamen und vor allem auch unnötigen und gesetzeswidrigen Tod des Welses verantwortlich sind», teilte die Organisation mit. 

Der zwei Meter lange Fisch hatte nach Angaben der Polizei am Freitag im Brombachsee im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mehrere Badende im Wasser angegriffen und verletzt. Ein Beamter schoss demnach auf das Tier. Zwei Angler bargen diesen anschließend. 

War Tötung alternativlos?

Den Strand zu sperren, statt den Wels zu töten, hätte aus Sicht der Einsatzkräfte nicht ausgereicht. Wegen eines Musikfestivals sei eine lückenlose Überwachung nicht möglich gewesen, weil Feiernde oft auch nachts ins Wasser gingen, begründete ein Polizeisprecher. 

Peta geht dagegen davon aus, dass Sicherheitskräfte dafür hätten sorgen können, dass die Festivalbesucher nicht an der Stelle schwimmen. Nach Auskunft der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ansbach sind zu dem Fall bisher noch keine Strafanzeigen bei der Behörde eingegangen.


Bildnachweis: © Daniel Karmann/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Ordnungsamt versteigert Fundsachen
Stadt Bielefeld

Das Ordnungsamt versteigert erneut online Fundsachen, die keine Fahrräder sind.

weiterlesen...
Karneval 2026 in Ostwestfalen-Lippe: Umzüge, Sitzungen und Kinderkarneval
Veranstaltungstipp

Die besten Locations und Parties um Karneval zu feiern

weiterlesen...

Neueste Artikel

Totes Kind und Schwerverletzte bei Hochhausbrand in Berlin
Aus aller Welt

Großeinsatz der Feuerwehr bei einem Hochhausbrand in Berlin: Ein Kind stirbt, weitere Menschen werden schwer verletzt. Viele Bewohner müssen jetzt vorerst woanders unterkommen.

weiterlesen...
Was man zum neuen Quantencomputer in Garching wissen muss
Aus aller Welt

Wie ein Kühlschrank auf minus 273 Grad für Hoffnung auf staufreie Städte und schnellere Medikamentenforschung sorgt. Und warum Bankdaten trotzdem noch sicher sind.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Totes Kind und Schwerverletzte bei Hochhausbrand in Berlin
Aus aller Welt

Großeinsatz der Feuerwehr bei einem Hochhausbrand in Berlin: Ein Kind stirbt, weitere Menschen werden schwer verletzt. Viele Bewohner müssen jetzt vorerst woanders unterkommen.

weiterlesen...
Was man zum neuen Quantencomputer in Garching wissen muss
Aus aller Welt

Wie ein Kühlschrank auf minus 273 Grad für Hoffnung auf staufreie Städte und schnellere Medikamentenforschung sorgt. Und warum Bankdaten trotzdem noch sicher sind.

weiterlesen...