29. Juli 2025 / Aus aller Welt

Mindestens 38 Tote bei schweren Regenfällen um Peking

Heftige Regenfälle richten in und um Peking schwere Schäden an. Dutzende Menschen sterben. Tausende müssen evakuiert werden.

Die Behörden hatten vor schweren Unwettern gewarnt.
Veröffentlicht am 29. Juli 2025 um 10:21 Uhr

Nach heftigen Regenfällen in und um die chinesische Hauptstadt Peking sind nach Angaben staatlicher Medien mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Besonders schwer betroffen war demnach der nordöstlich gelegene Außenbezirk Miyun, wo es laut dem Staatssender CCTV 28 Opfer gab. Zwei weitere Tote wurden aus Yanqing im Nordwesten der Metropole gemeldet.

Auch aus der benachbarten Provinz Hebei wurden Todesopfer gemeldet. Dort starben mindestens acht Menschen bei einem Erdrutsch im Kreis Luanping. Weitere gelten laut Medienberichten als vermisst. 

Mehr als 80.000 Menschen mussten wegen Überschwemmungen evakuiert werden, davon rund 17.000 in Miyun. In der Region wurden Straßen überflutet, Autos fortgerissen und Strommasten beschädigt. Der Pegel eines Stausees in Miyun erreichte den höchsten Stand seit seiner Errichtung im Jahr 1959. Die Behörden begannen, kontrolliert Wasser abzulassen, und warnten Anwohner vor weiter steigenden Wasserständen.

Fast genau vor zwei Jahren hatte es in Peking und Hebei ebenfalls ein schweres Sommer-Unwetter gegeben, bei dem Menschen ums Leben kamen. 

Immer wieder schwere Unwetter im Sommer 

Der chinesische Präsident Xi Jinping rief laut der Staatsagentur Xinhua dazu auf, die Sicherheit der Bevölkerung mit allen Mitteln zu gewährleisten. Regenfälle in verschiedenen Teilen des Landes hätten bedeutende Verluste verursacht.

Die jüngsten Unwetter in der Region um Peking begannen am Wochenende und führten zur Schließung touristischer Einrichtungen sowie zur Aussetzung von Bus- und Bahnverbindungen. Die Wetterbehörde warnte vor weiteren heftigen Regenfällen in den kommenden Tagen in Nord- und Ostchina. 

Auch im Süden, in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong, sorgte heftiger Regen für einige Beeinträchtigungen. Erstmals in diesem Jahr rief die Wetterbehörde das höchste Regenwarnsignal - den sogenannten Schwarzen Regenalarm - aus. In einigen Stadtteilen kam es zu Überflutungen, U-Bahn-Ausgänge wurden geschlossen. Schulen setzten den Nachmittagsunterricht aus. Der Alarm wurde nach gut zwei Stunden wieder herabgestuft.

In Teilen Chinas kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu starken Unwettern, die auch Todesopfer zur Folge haben. Laut einer Auswertung staatlicher Medienberichte sind seit Mitte Mai in diesem Jahr bereits mehr als 70 Menschen dabei ums Leben gekommen.


Bildnachweis: © Mahesh Kumar A./AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Neueste Artikel

Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...
Polizei ist am Mittwoch verstärkt Rasern auf der Spur
Aus aller Welt

Die Polizei setzt während der «Speedweek» verstärkt auf Radarkontrollen. Was bedeutet das für Autofahrer – und wie wird die Aktion bewertet?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Demos & Connor im Shitstorm: Woher kommt die Wut um den Wal?
Aus aller Welt

Emotion schafft Aufmerksamkeit: Kaum ein Beispiel zeigt das besser als das Drama um den Wal vor Poel. Sein Schicksal berührt viele - einige aber lässt es hasserfüllt geifern. Warum geschieht das?

weiterlesen...
Polizei ist am Mittwoch verstärkt Rasern auf der Spur
Aus aller Welt

Die Polizei setzt während der «Speedweek» verstärkt auf Radarkontrollen. Was bedeutet das für Autofahrer – und wie wird die Aktion bewertet?

weiterlesen...