Auf der Karibikinsel Kuba ist das marode Stromnetz erneut komplett zusammengebrochen. Stunden nach dem Ausfall hatten am Samstagmorgen (Ortszeit) nur wenige lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie Hotels, die eigene Generatoren einsetzen, wieder Elektrizität. In verschiedenen Provinzen der Karibikinsel seien Notfallsysteme in Betrieb, schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf der Plattform X. Die rund zehn Millionen Einwohner der Insel haben aber weiterhin keinen Strom. Derzeit werden nach Regierungsangaben rund 200 Megawatt Strom erzeugt. Zu Spitzenzeiten liegt der normale Strombedarf auf Kuba bei mindestens 3.000 Megawatt. Der landesweite Stromausfall sei am Freitagabend durch eine Störung an einem Umspannwerk ausgelöst worden, teilte das Energieministerium auf der Plattform X mit. Man arbeite ohne Pause an der Wiederherstellung der Elektrizität, sagte Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz. Schon Ende vergangenen Jahres war es auf der Insel zu drei inselweiten Blackouts binnen weniger als zwei Monaten gekommen. Große Teile der veralteten Infrastruktur in dem sozialistischen Inselstaat sind in schlechtem Zustand. Immer wieder gehen deshalb Kraftwerke vom Netz und müssen notdürftig repariert werden. Stromausfälle gehören zum Alltag. Die Regierung führt die Krise auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück. Der jüngste Ausfall ereignete sich am Abend um 20.15 Uhr Ortszeit, wenn die Stromnachfrage besonders hoch ist. Der staatliche Versorger UNE kann nur etwa die Hälfte des landesweit benötigten Stroms erzeugen. Deshalb sind Teile der Bevölkerung auch in Normalzeiten immer wieder stundenlang ohne Strom.Ministerium nennt Grund
Immer wieder stundenlang kein Strom
Bildnachweis: © Ramon Espinosa/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Kuba nach inselweitem Stromausfall im Dunkeln
Zur Spitzenlastzeit kommt es auf der Karibikinsel zum Blackout. Es ist längst nicht die erste Panne dieser Art. Nur einige Krankenhäuser und Hotels sind beleuchtet.
Meistgelesene Artikel
- 6. Januar 2026
Schnee in Bielefeld & Kreis Gütersloh: Wer räumen muss - und welches Streumittel erlaubt ist
Achtung Rutschgefahr in Ostwestfalen!
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Neueste Artikel
- 14. Januar 2026
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.
- 14. Januar 2026
Maschsee-Mörder in Düsseldorf festgenommen
Nach seiner Haftentlassung soll der Maschsee-Mörder aus Hannover erneut schwere Straftaten begangen haben. Nun wurde er in Düsseldorf festgenommen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 14. Januar 2026
Zwei Verletzte bei Messerangriff in Ulmer Einkaufszentrum
In Ulm greift ein Mann plötzlich in einem Elektronikmarkt Menschen mit einem Messer an. Zwei Mitarbeiter werden dabei verletzt, einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr.
- 14. Januar 2026
Maschsee-Mörder in Düsseldorf festgenommen
Nach seiner Haftentlassung soll der Maschsee-Mörder aus Hannover erneut schwere Straftaten begangen haben. Nun wurde er in Düsseldorf festgenommen.

