6. Dezember 2024 / Aus aller Welt

«Krankheit X»: WHO schickt Experten in den Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo sind zahlreiche Menschen an einer unbekannten Krankheit gestorben. Nun will die Weltgesundheitsorganisation bei der Ursachensuche der «Krankheit X» helfen.

Matshidiso Moeti, die Afrika-Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO (Archivbild)
Veröffentlicht am 6. Dezember 2024 um 15:56 Uhr

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt Fachleute in die Demokratische Republik Kongo, um die dortigen Gesundheitsbehörden bei den Untersuchungen zu der mysteriösen «Krankheit X» zu unterstützen. Das Team bestehe aus Epidemiologen, Klinikern, Labortechnikern sowie Experten für Infektionsprävention und -kontrolle, teilte das WHO-Regionalbüro für Afrika mit. 

Am vergangenen Wochenende hatten die Gesundheitsbehörden eine Alarmmeldung über eine tödliche Krankheit mit grippeähnlichen Symptomen im Südwesten des zentralafrikanischen Landes erhalten. Seitdem ist die Zahl der Toten nach kongolesischen Angaben auf mehr als 130 gestiegen. Ein erstes lokales WHO-Team unterstützt die Gesundheitsbehörden in der betroffenen Provinz Kwango seit Ende November bei der Überwachung der Krankheit und der Identifizierung von Fällen.

«Wir unternehmen alles, um die Ursache der Krankheit zu ermitteln, ihre Übertragungswege zu verstehen und so schnell wie möglich eine angemessene Reaktion sicherzustellen», sagte Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektorin für Afrika.

Nach WHO-Angaben bringen die entsandten Experten auch wichtige Medikamente sowie Diagnose- und Probenentnahme-Kits mit, um bei der schnellen Analyse und Ermittlung der Krankheitsursache zu helfen. Das Team werde sich auf epidemiologische Untersuchungen und Probenentnahmen, aktive Fallfindung, Behandlung und Aufklärungsaktivitäten konzentrieren, hieß es.

Als mögliche Ursache der im Kongo als «Krankheit X» bezeichneten Krankheit wird der WHO zufolge ein Krankheitserreger der Atemwege wie Influenza oder COVID-19 untersucht, aber auch Malaria, Masern und andere kämen infrage. Das kongolesische Gesundheitsministerium rechnet spätestens an diesem Wochenende mit den Laborergebnissen der bisher genommenen Proben.


Bildnachweis: © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Neueste Artikel

LKA: Hinweise auf Brandbeschleuniger nach Stromausfall
Aus aller Welt

Der Blackout in Reutlingen betrifft Zehntausende Menschen und ein Krankenhaus. Ermittler prüfen, ob ein Brandbeschleuniger im Spiel war.

weiterlesen...
Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben auf den Philippinen
Aus aller Welt

Panik auf Mindanao: Häuser stürzen ein, Risse in den Straßen tun sich auf. Es gibt Tote und Verletzte - und stundenlang eine Tsunami-Warnung. Was Augenzeugen über die dramatischen Minuten berichten.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

LKA: Hinweise auf Brandbeschleuniger nach Stromausfall
Aus aller Welt

Der Blackout in Reutlingen betrifft Zehntausende Menschen und ein Krankenhaus. Ermittler prüfen, ob ein Brandbeschleuniger im Spiel war.

weiterlesen...
Tote und Verletzte bei schwerem Erdbeben auf den Philippinen
Aus aller Welt

Panik auf Mindanao: Häuser stürzen ein, Risse in den Straßen tun sich auf. Es gibt Tote und Verletzte - und stundenlang eine Tsunami-Warnung. Was Augenzeugen über die dramatischen Minuten berichten.

weiterlesen...