Eine kleine Stadtteil-Bäckerei hat in Paris den renommierten Grand Prix de la Baguette gewonnen. «Ich habe zum ersten Mal teilgenommen und gleich gewonnen», freute sich Sithamparappillai Jegatheepan, der Inhaber der Bäckerei «Le Fournil de Didot» im 14. Arrondissement. Mit seinem «Baguette Tradition» qualifizierte der 43-Jährige sich unter 143 teilnehmenden Bäckereien an dem zum 33. Mal organisierten Wettbewerb. Beurteilt wurden die Brote nach Kriterien wie Geschmack, Geruch, Kruste und Textur. Kunden drängten sich am Vormittag in der kleinen Bäckerei, um dem Bäcker und seinem strahlenden Team zu gratulieren. Neben einem Preisgeld von 4.000 Euro winkt dem Bäcker ein enormer Zugewinn an Renommee und Kundschaft und insbesondere das Privileg, während eines Jahres den Élysée-Palast mit Baguettes beliefern zu dürfen. Er werde wohl auch Präsident Emmanuel Macron treffen, freute sich Jegatheepan, der die Bäckerei 2022 übernommen hatte. Rund 650 Baguettes backt er täglich, 20 Minuten sind diese bei 270 Grad im Ofen. Zu seinem Erfolgsrezept verrät der Bäcker nur, dass es wichtig ist, den Teig lange genug gehen zu lassen, mindestens 24 Stunden. Nach den Zahlen der Bäckerinnung gibt es in Paris 1.118 Bäckereien. Und wie die Stadtverwaltung ausgerechnet hat, können 93 Prozent der Bevölkerung die nächstgelegene Bäckerei binnen fünf Minuten zu Fuß erreichen. Dabei ist das Baguette für die Franzosen nicht bloß ein Stück Brot, sondern eine Säule der Kultur und das meist gegessene Brot im Land. Vor gut drei Jahren ernannte die UN-Kulturorganisation das Baguette zum immateriellen Kulturerbe.Knusprige Säule der Kultur
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Kleiner Stadtteil-Bäcker gewinnt Pariser Baguette-Wettstreit
Jeden Tag 650 knusprige Baguettes – jetzt darf ein Stadtteil-Bäcker aus Paris sogar den Élysée-Palast beliefern. Was hinter seinem Erfolgsrezept steckt.
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