Eltern eines US-Teenagers, der im April Suizid beging, klagen gegen die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI. Ihr Vorwurf ist, dass ChatGPT ihren Sohn dabei unterstützt habe, sich das Leben zu nehmen. Die Eltern stützen sich dabei auf Unterhaltungen mit dem Chatbot, die sie auf dem Smartphone des 16-Jährigen fanden. OpenAI kündigte nach Bekanntwerden der Klage verbesserte Maßnahmen zur Suizid-Prävention an. Die Firma räumte zugleich ein, dass die bisherigen Vorkehrungen, die unter anderem Nutzer zu einer Beratungs-Hotline verwiesen, bei längeren Unterhaltungen mit ChatGPT versagen können. Dann sei es möglich, dass die Software unerwünschte Antworten liefere. Man arbeite daran, dass die Schutzmaßnahmen auch bei längeren Unterhaltungen greifen, hieß es in einem Blogeintrag. Zudem werde erwogen, dass ChatGPT in Krisensituationen versuchen könnte, Kontakt zu von Nutzern eingetragenen Personen aufzunehmen. Für Nutzer im Alter unter 18 Jahren soll es zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geben. OpenAI stellte etwa «stärkere Leitplanken bei sensiblen Inhalten und riskantem Verhalten» in Aussicht. Eltern sollen sich besser darüber informieren können, wie ihre Kinder ChatGPT nutzen. Bei Unterhaltungen mit ChatGPT, in denen Nutzer die Absicht bekunden, anderen zu schaden, greift OpenAI dem Blogeintrag zufolge bereits jetzt ein. Solche Unterhaltungen würden an ein spezielles Team weitergeleitet - und bei einer konkreten Bedrohungs-Situation würden auch Sicherheitsbehörden eingeschaltet. Der Familie des Teenagers drückte OpenAI «tiefstes Mitgefühl» aus und teilte mit, man prüfe die Klage.Mehr Einblick für Eltern
Bildnachweis: © Hendrik Schmidt/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Klage gegen OpenAI nach Suizid von US-Teenager
Der Chatbot ChatGPT soll bessere Vorkehrungen zur Suizid-Prävention bekommen. Der Schritt folgt auf eine Klage von Eltern, die ChatGPT für den Tod ihres Sohnes verantwortlich machen.
Meistgelesene Artikel
Das Hoch «Hartmut» bringt nicht nur tagsüber Hitze, sondern auch nachts kaum Abkühlung. Der Wetterdienst rät deshalb, lange Aufenthalte draußen zu vermeiden.
Neueste Artikel
Der gerade wegen Ebola in Deutschland behandelte US-Bürger steckte sich im Kongo an: Dort steigt die Zahl der Fälle weiter stark an. Fachleute sehen kein Ende des Ausbruchs.
- 14. Juli 2026
Warum in Pakistan Morde an Frauen kaum verfolgt werden
Vor zehn Jahren wurde in Pakistan die Influencerin Qandeel Baloch getötet. Der Mord stieß eine Debatte und Gesetzesänderungen im Land an. Doch geändert hat sich wenig. Warum?
Weitere Artikel derselben Kategorie
Der gerade wegen Ebola in Deutschland behandelte US-Bürger steckte sich im Kongo an: Dort steigt die Zahl der Fälle weiter stark an. Fachleute sehen kein Ende des Ausbruchs.
- 14. Juli 2026
Warum in Pakistan Morde an Frauen kaum verfolgt werden
Vor zehn Jahren wurde in Pakistan die Influencerin Qandeel Baloch getötet. Der Mord stieß eine Debatte und Gesetzesänderungen im Land an. Doch geändert hat sich wenig. Warum?

