Am Amtsgericht München hat ein Prozess gegen zwei Gefängnismitarbeiter wegen mutmaßlicher Misshandlung einer Gefangenen begonnen. Die beiden Männer sollen in der Frauenabteilung der Justizvollzugsanstalt (JVA) München auf eine nackte Frau eingeschlagen und eingetreten haben. Zu Verhandlungsbeginn äußerten sich die jungen Männer laut einem der Verteidiger zunächst nicht zu den Vorwürfen. Laut Staatsanwaltschaft befand sich die Frau unbekleidet in einem besonders gesicherten Haftraum. Obwohl sie ganz ruhig in dem Raum gesessen habe, sollen die beiden Männer auf sie losgegangen sein. Einer der beiden soll ihr mit seinem Stiefel in den Intimbereich und in den Bauch getreten haben. Außerdem soll ihr das Knie in die Rippen gerammt worden sein. Nach dem mutmaßlichen Übergriff wurde die Frau nach Angaben der Ermittler angezogen und in ein anderes Gefängnis verlegt. Es soll Zeugen für den Vorfall geben. Die beiden Männer sind wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung im Amt angeklagt. Das Amtsgericht hat drei Verhandlungstage angesetzt, das Urteil könnte demnach am 17. März fallen.
Bildnachweis: © Britta Schultejans/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
JVA-Mitarbeiter sollen auf nackte Frau eingetreten haben
Vor rund anderthalb Jahren wurde der Skandal um mutmaßliche Misshandlungen in der JVA Augsburg bekannt. Nun stehen Mitarbeiter eines anderen Gefängnisses vor Gericht.
Meistgelesene Artikel
Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suchen wir ab sofort Verstärkung.
Neueste Artikel
- 13. März 2026
5.000 Euro für Hinweise nach Tod eines Jugendlichen
5.000 Euro Belohnung: Wer hat den Streit vor dem Supermarkt in Eckernförde gefilmt? Die Polizei sucht dringend Videos und Hinweise – auch anonym.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. März 2026
5.000 Euro für Hinweise nach Tod eines Jugendlichen
5.000 Euro Belohnung: Wer hat den Streit vor dem Supermarkt in Eckernförde gefilmt? Die Polizei sucht dringend Videos und Hinweise – auch anonym.
Je früher Krebs entdeckt wird, desto höher sind die Chancen auf Heilung und desto niedriger die Zahl der Todesfälle. Mit einem neuen Angebot soll Lungenkrebs erkannt werden, bevor Symptome auftreten.

