7. Mai 2025 / Aus aller Welt

Jury-Auswahl im Prozess gegen Rapper Combs läuft

Rapper Sean «Diddy» Combs steht wegen Vorwürfen von Sexualstraftaten vor Gericht. Erst einmal gilt es, zwölf Geschworene zu finden. Sie werden über Schuld oder Unschuld des 55-Jährigen entscheiden.

Sean Combs muss während des Verfahrens keine Gefängniskleidung tragen.
Veröffentlicht am 7. Mai 2025 um 02:51 Uhr

Die Jury-Auswahl im Prozess gegen Rapper Sean «Diddy» Combs wegen Vorwürfen von Sexualstraftaten könnte am Mittwoch beendet sein. Einem Bericht des US-Senders ABC News zufolge waren am Dienstagabend (Ortszeit) bereits 35 potenzielle Juroren in der Vorauswahl. Aus einem Pool von 45 Frauen und Männern müssen am Ende eine zwölfköpfige Jury und zusätzlich Ersatzgeschworene bestimmt werden. Die Eröffnungsplädoyers in dem Verfahren sind für den 12. Mai geplant. Der Prozess gegen Combs war diese Woche in New York angelaufen. 

Kandidaten seien unter anderem gefragt worden, ob sie oder ein Familienmitglied jemals sexueller oder häuslicher Gewalt ausgesetzt gewesen seien, berichtete die Zeitung USA Today. Ein Anwärter sei wegen Marihuana-Konsums abgewiesen worden, hieß es. Combs wohnte der Befragung der möglichen Juroren durch die Anwälte von Anklage und Verteidigung im Gerichtssaal bei.

Seit September in Untersuchungshaft

Combs sitzt seit Mitte September in Untersuchungshaft. Ihm werden von der Staatsanwaltschaft Sexhandel, organisierte Kriminalität und andere Vergehen vorgeworfen. Bei Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Neben der Anklage der New Yorker Staatsanwaltschaft gibt es auch noch zahlreiche Zivilklagen gegen den Rapper. Unter anderem vertritt eine Anwaltskanzlei im texanischen Houston eigenen Angaben zufolge rund 120 Menschen mit Vorwürfen gegen Combs. 

Der Rapper wies bislang alle Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Seine Anwälte argumentierten im Vorfeld unter anderem, dass Combs einen «Swinger-Lifestyle» gelebt habe und möglicherweise etwa durch Drogen nicht komplett zurechnungsfähig gewesen sein könnte. Der Prozess in New York könnte mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.


Bildnachweis: © Elizabeth Williams/FR142054 AP/AP/dpa
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