11. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Häuserschäden nach Bombensprengung in Hanau

Es sollte ein Routineeinsatz werden: Nun sind bei der kontrollierten Sprengung einer Weltkriegsbombe in Hanau mehrere Häuser beschädigt worden.

Rund 4.500 Menschen mussten ihre Wohnungen für die Sprengung verlassen.

Bei der kontrollierten Sprengung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sind im hessischen Hanau mehrere Häuser beschädigt worden. Nach Angaben der Stadt sind rund 60 Anwohner betroffen. Eine erste Einschätzung der Schäden laufe derzeit.

Niemand sei verletzt worden, allerdings gebe es Sachschäden, teilte die Stadt mit. «Das Wichtigste ist: Allen Menschen geht es gut», sagten Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley (CDU).

Feuerwehr und THW prüfen Schäden und Auswirkungen

Die Druckwelle der Sprengung war laut Stadt so stark, dass einige Häuser jetzt Schäden aufweisen. Auch eine vorab aufgebaute Wand aus 15 Übersee-Containern zum Schutz der umliegenden Häuser, konnte die Schäden nicht verhindern. Zwei Statiker des Technischen Hilfswerks seien seit dem frühen Nachmittag im Einsatz und überprüften die strukturellen Auswirkungen der Sprengung. Bestimmte Bereiche blieben aus Gründen des Einbruchsschutzes weiterhin gesperrt.

Anderer Bombentyp als erwartet

Die Art der Bombe ist nach Angaben des Regierungspräsidiums von den beteiligten Experten falsch eingeschätzt worden. «Wir sind von einer Brandbombe ausgegangen, es war letztendlich eine Sprengbombe», sagte der Sprecher des Regierungspräsidiums Darmstadt, Matthias Schaider. Die Bombe sei statt mit Phosphor mit Sprengstoff gefüllt gewesen. 

Man gehe jedoch davon aus, dass die Auswirkungen der Sprengung in jedem Fall gleich gewesen wären. «Entsprechend waren die Vorsichtsmaßnahmen genau die Richtigen.» Transportfähig sei die Bombe nicht gewesen, da der Zünder stark beschädigt gewesen sei.

Tausende Menschen von Räumung betroffen

Für die Sprengung der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Hanauer Stadtteil Großauheim hatten etwa 4.500 Menschen in einem Radius von 1.000 Metern rund um die Fundstelle vor der Sprengung ihre Wohnungen verlassen müssen.


Bildnachweis: © Michael Bauer/dpa
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