11. November 2025 / Aus aller Welt

Großes Drogenlabor ausgehoben - Festnahmen in zwei Ländern

Spezialkräfte haben in den Niederlanden und im Landkreis Wolfenbüttel Durchsuchungen durchgeführt. Neben dem Labor wurde auch eine große Drogenmenge gefunden. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Die Bande soll unter anderem Amphetamin-Drogen produziert haben. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 11. November 2025 um 16:34 Uhr

Bei Durchsuchungen hat die Kriminalpolizei ein professionelles Labor zur Herstellung synthetischer Drogen ausgehoben. Die illegale Einrichtung befand sich im niedersächsischen Landkreis Wolfenbüttel, wie die Polizei mitteilte. Eine größtenteils niederländische Bande soll das Labor betrieben haben.

Im Raum Wolfenbüttel wurden nach Polizeiangaben vier Personen vorläufig festgenommen, gegen einen Beschuldigten wurde ein Haftbefehl vollstreckt. In den Niederlanden gab es Festnahmen von drei Beschuldigten, gegen die Haftbefehle vorlagen, wie die Polizei später im Verlauf des Tages mitteilte. 

Spezialkräfte entdecken stillgelegte Anlage

Den Angaben nach fanden Ermittler in dem Zusammenhang jüngst zudem 130 Liter eines Vorproduktes für Amphetamin - das entspricht der gesamten 2024 in Deutschland beschlagnahmten Menge des Stoffes.

Die Spezialkräfte entdeckten die derzeit stillgelegte Anlage am Morgen bei der Durchsuchung zahlreicher Gebäude. Den Angaben nach wurden zeitgleich Wohn - und Gewerbegebäude im Landkreis Wolfenbüttel und den Niederlanden durchsucht - genauer acht in Niedersachsen und neun in dem europäischen Nachbarland.

Stoff im Wert eines zweistelligen Millionenbetrags 

Die an der deutsch-niederländischen Grenze beschlagnahmten 130 Liter Amphetaminbase reichten den Angaben nach zur Herstellung von etwa 1,5 Millionen Einzeldrogen. Nach ersten Einschätzung sei der Stoff einen zweistelligen Millionenbetrag wert.

Die Beamten ermitteln seit Dezember 2024 gegen die internationalen Verdächtigen, unter anderem auch zusammen mit Europol.


Bildnachweis: © Fredrik von Erichsen/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Neueste Artikel

Bis nach Mitternacht am Draht: erstes Ferngespräch
Aus aller Welt

Vor 150 Jahren blieb Thomas Watsons Telefon zunächst stumm. Dann meldete sich Bell mit «Ahoi!» - und die beiden redeten bis weit nach Mitternacht. Ihre Vermieterin war wenig begeistert.

weiterlesen...
Erste Hinrichtung in den USA seit gescheiterter Exekution
Aus aller Welt

Christa Pike sollte vergangene Woche in Tennessee hingerichtet werden, doch überlebte. Nun gab es in Texas erstmals seit dem Vorfall wieder eine Exekution.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bis nach Mitternacht am Draht: erstes Ferngespräch
Aus aller Welt

Vor 150 Jahren blieb Thomas Watsons Telefon zunächst stumm. Dann meldete sich Bell mit «Ahoi!» - und die beiden redeten bis weit nach Mitternacht. Ihre Vermieterin war wenig begeistert.

weiterlesen...
Erste Hinrichtung in den USA seit gescheiterter Exekution
Aus aller Welt

Christa Pike sollte vergangene Woche in Tennessee hingerichtet werden, doch überlebte. Nun gab es in Texas erstmals seit dem Vorfall wieder eine Exekution.

weiterlesen...