21. November 2024 / Aus aller Welt

Gesprengte Geldautomaten: 95 Millionen Euro Schaden in 2023

Wie viel Geld in einem Geldautomaten liegt, verraten Banken ungern. Viele zehntausend Euro sind es aber meist schon. Für kriminelle Banden sind die Automaten lukrative Ziele.

Durch die Sprengung von Geldautomaten wurden 2023 insgesamt 28,4 Millionen Euro erbeutet.

95 Millionen Euro Schaden entstand Banken in ganz Deutschland im vergangenen Jahr durch gesprengte Geldautomaten. Diese Summe ersetzten die Versicherungen den Geldinstituten, wie der Gesamtverband der Versicherer mitteilte. 75 Millionen Euro kosteten die Reparaturen der zerstörten Automaten und Bankgebäude, 20 Millionen das Ersetzen des gestohlenen Geldes. 

Im Vorjahr 2022 lagen die Zahlen noch höher. 30 Millionen Euro wurden für gestohlenes Geld und 80 Millionen Euro für Schäden ersetzt. Bestätigt habe sich erneut, «dass jedem Euro gestohlenem Bargeld zwei bis drei Euro für Kollateralschäden an Gebäude und sonstiger Infrastruktur gegenüberstehen», so der Versicherungsverband. 

Durchschnitt rund 100.000 Euro Beute pro Diebstahl

461 Fälle von Sprengungen registrierte demnach die Polizei 2023. Davon waren 276 Diebstähle erfolgreich, wie aus einem Lagebild des Bundeskriminalamtes (BKA) hervorgeht. Die gesamte Beute habe 28,4 Millionen Euro betragen - im Durchschnitt rund 100.000 Euro pro Diebstahl. In ganz Deutschland gibt es rund 50.000 Geldautomaten.

Das Bundesinnenministerium und die Versicherungen befürworten vor allem Vorbeugung gegen die Angriffe. Genannt werden das Abschließen der Selbstbedienungs-Foyers in der Nacht, die Installation von Einbruchmeldeanlagen, Videoüberwachung, weniger Bargeld in den Automaten und Einfärbesysteme für Geldscheine.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Neueste Artikel

Zig Millionen gerettet: Schimmelpilz ist Mikrobe des Jahres
Aus aller Welt

Seit den 1940er Jahren bewahrt Penicillin Menschenleben. Die Substanz wird von einem unansehnlichen Pilz produziert - Käsekenner kennen ihn unter anderem von Camembert und Brie.

weiterlesen...
Nach Tod von Matthew Perry: Arzt zu Hausarrest verurteilt
Aus aller Welt

«Friends»-Star Matthew Perry hatte ein Narkosemittel im Blut, als er starb. Die Spur führte zu Ärzten und Mittelsmännern. Nun wurde ein Arzt verurteilt - allerdings nicht zu einer Gefängnisstrafe.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Zig Millionen gerettet: Schimmelpilz ist Mikrobe des Jahres
Aus aller Welt

Seit den 1940er Jahren bewahrt Penicillin Menschenleben. Die Substanz wird von einem unansehnlichen Pilz produziert - Käsekenner kennen ihn unter anderem von Camembert und Brie.

weiterlesen...
Nach Tod von Matthew Perry: Arzt zu Hausarrest verurteilt
Aus aller Welt

«Friends»-Star Matthew Perry hatte ein Narkosemittel im Blut, als er starb. Die Spur führte zu Ärzten und Mittelsmännern. Nun wurde ein Arzt verurteilt - allerdings nicht zu einer Gefängnisstrafe.

weiterlesen...