Beim Schweizer Bergdorf Brienz ist die Gefahr einer großen Gerölllawine weiter gestiegen. «Im schlimmsten Fall könnten so bis zu 2,2 Millionen Kubikmeter Gesteinsmasse hinunter zum Dorf und weiter Richtung Albula stürzen und schwere Schäden verursachen», teilte der Krisenstab mit. Geologen halten es demnach für möglich, dass mindestens ein Teil in den nächsten Wochen abstürzen kann. Die gut 80 Bewohner dürfen das Dorf seit längerem nicht mehr betreten. «Computersimulationen zeigen, dass abstürzende Felsmassen eine rund 700 Meter breite Auslaufzone erreichen können. Darin liegen das Dorf Brienz/Brinzauls und die darunterliegenden Wiesen bis vor die Albulalinie der Rhätischen Bahn», teilte der Krisenstab mit. Das Dorf war bereits 2023 geräumt worden. Damals ging schon eine Schuttlawine mit geschätzt 1,2 Millionen Kubikmetern Schutt und Geröll ab, die aber wie durch ein Wunder kurz vor dem Dorf stoppte. Die Bewohner konnten zeitweise zurück. Seit ein paar Wochen beschleunigt sich die Bewegung des abrutschenden Materials am Berg. Das geht auf größere Niederschläge im Mai und am Pfingstwochenende zurück. Ende Mai war das Dorf Blatten im Kanton Wallis von einer gewaltigen Eis-, Fels- und Schuttlawine fast vollständig verschüttet worden. Der Schuttkegel dort wird auf neun Millionen Kubikmeter geschätzt. Dort war über Wochen Fels abgebrochen und auf einen tieferliegenden Gletscher gestürzt. Dieser brach am 28. Mai ab und donnerte mitsamt dem Felsmaterial ins Tal. Die rund 300 Einwohner waren vorher in Sicherheit gebracht worden.Dorf Blatten ist fast vollständig verschüttet worden
Bildnachweis: © Til Buergy/KEYSTONE/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Geröll in Bewegung: Gefahr für Schweizer Dorf Brienz wächst
Seit Monaten bangen die Einwohner von Brienz schon um ihre Heimat. Die Gefahr einer neuen Gerölllawine wächst. Das Dorf ist akut bedroht.
Meistgelesene Artikel
- 6. Januar 2026
Schnee in Bielefeld & Kreis Gütersloh: Wer räumen muss - und welches Streumittel erlaubt ist
Achtung Rutschgefahr in Ostwestfalen!
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Neueste Artikel
- 16. Januar 2026
Suche nach vermisstem Achtjährigem geht weiter
Seit Mittwoch ist ein Schulkind in Frankfurt vermisst. Die Ermittler werten Fotos, Videos und Hinweise aus. «Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel», sagt ein Polizist am Morgen.
- 16. Januar 2026
Australien: Social-Media-Aus für Kinder zeigt Wirkung
Australien zieht erste Bilanz: Nach dem Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige wurden bereits fast fünf Millionen Accounts gelöscht. Die Regierung feiert - aber es gibt auch eine Klage.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. Januar 2026
Suche nach vermisstem Achtjährigem geht weiter
Seit Mittwoch ist ein Schulkind in Frankfurt vermisst. Die Ermittler werten Fotos, Videos und Hinweise aus. «Ich hoffe, wir bekommen Licht ins Dunkel», sagt ein Polizist am Morgen.
- 16. Januar 2026
Australien: Social-Media-Aus für Kinder zeigt Wirkung
Australien zieht erste Bilanz: Nach dem Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige wurden bereits fast fünf Millionen Accounts gelöscht. Die Regierung feiert - aber es gibt auch eine Klage.

