Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei Anfang vergangenen Jahres sind der Besitzer und der Architekt eines Hotels, in dem 72 Menschen starben, jeweils zu einer Gefängnisstrafe von 18 Jahren und 5 Monaten verurteilt worden. Die beiden Männer hätten grob fahrlässig gehandelt, hieß es in der Urteilsbegründung. Das Gericht in der Provinz Adiyaman verurteilte am Mittwoch vier weitere Angeklagte zu Gefängnisstrafen zwischen 8 und 17 Jahren, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Unter den Todesopfern waren auch die 26 Mitglieder eines Schul-Volleyballteams aus Nordzypern, die in den Südosten der Türkei gereist waren, um dort an einem Turnier teilzunehmen. Sie befanden sich zu dem Zeitpunkt des Erdbebens in dem Hotel. Die nordzypriotische Regierung kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. Am 6. Februar hatten zwei Beben die Türkei und Nordsyrien erschüttert. In der Folge starben nach offiziellen Angaben 53.000 Menschen allein in der Türkei. Etwa 38.900 Gebäude stürzten nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde Afad vollständig ein. Rund 200.000 Gebäude wurden so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten. Die Provinz Hatay und besonders deren Hauptstadt Antakya waren am stärksten betroffen. Kritiker hatten der türkischen Regierung vorgeworfen, vor allem anfangs in der Erdbebenhilfe versagt und Baumängel geduldet zu haben.Was war passiert?
Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gericht verhängt hohe Haftstrafen nach Erdbeben in Türkei
Zehntausende Menschen starben bei den verheerenden Erdbeben in der Türkei Anfang 2023. Nun werden weitere Unternehmer zur Verantwortung gezogen.
Meistgelesene Artikel
Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suche wir ab sofort Verstärkung.
Neueste Artikel
- 12. März 2026
Immer mehr gestrandete Reisende zurück in Deutschland
Mehr als 1.000 Urlauber wurden mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes nach Deutschland gebracht. Die Rückholung bleibt laut Reisebranche eine «enorme logistische Herausforderung».
- 12. März 2026
Rückruf: Pestizid in Bockshornkleeblättern nachgewiesen
In mehreren Bundesländern werden Bockshornkleeblätter zurückgerufen. Grund ist ein Nachweis von Chlorpyrifos, das als gesundheitsschädlich gilt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 12. März 2026
Immer mehr gestrandete Reisende zurück in Deutschland
Mehr als 1.000 Urlauber wurden mit Sonderflügen des Auswärtigen Amtes nach Deutschland gebracht. Die Rückholung bleibt laut Reisebranche eine «enorme logistische Herausforderung».
- 12. März 2026
Rückruf: Pestizid in Bockshornkleeblättern nachgewiesen
In mehreren Bundesländern werden Bockshornkleeblätter zurückgerufen. Grund ist ein Nachweis von Chlorpyrifos, das als gesundheitsschädlich gilt.

