29. Mai 2026 / Aus aller Welt

Frankreich erlebt «beispiellose» Rekordhitze im Mai

37,8 Grad im Mai? In Frankreich schwitzen die Menschen bei Höchstwerten, die Experten als «historisch» bezeichnen. Der Wetterdienst spricht eine Warnung aus.

Am Freitag wurde wegen extremer Hitze für elf Departements die zweithöchste Warnstufe Orange verhängt, darunter auch für Paris. (Archivbild)
Veröffentlicht am 29. Mai 2026 um 17:42 Uhr

In Frankreich erleben die Menschen dem französischen Wetterdienst zufolge derzeit eine für den Mai einmalige Hitzewelle. Die seit mehr als einer Woche andauernde Hitzephase sei für den Monat «beispiellos, historisch, außergewöhnlich», teilte Météo France mit. In dieser Woche seien in vielen Regionen Temperaturen gemessen worden, die fast 15 Grad oder mehr über den Durchschnittswerten für Ende Mai lägen. Besonders betroffen sei die Westküste.

«Frankreich hatte im Mai noch nie solche Temperaturen erlebt», so der Wetterdienst. Frühere Hitzewellen seien nicht mit der aktuellen vergleichbar. Der heißeste jemals registrierte Maitag sei Dienstag gewesen mit einer landesweiten Durchschnittstemperatur von knapp 25 Grad. Am Donnerstag wurde im westfranzösischen Angoulême-La Couronne mit 37,8 Grad der Hitzerekord für einen Mai in Frankreich gebrochen. Mehr als die Hälfte des Landes verzeichnete in den vergangenen Tagen einen monatlichen Hitzerekord, erklärte Météo France französischen Medien zufolge auf einer Pressekonferenz.

Abkühlung erwartet

Am Freitag wurde wegen der extremen Hitze für elf Departements die zweithöchste Warnstufe Orange verhängt, darunter auch für Paris. In der Hauptstadt lagen die Höchsttemperaturen seit dem vergangenen Wochenende laut Mitteilung täglich bei mehr als 32 Grad. Diese Serie sei für Mai einmalig und unabhängig vom Monat überhaupt erst dreimal gemessen worden, hieß es weiter. Ab Sonntag setze landesweit ein allmählicher Rückgang der Temperaturen ein.

Im Zusammenhang mit der andauernden Hitzewelle in Frankreich gab es auch mehrere Tote. Die Wetterexpertinnen und -experten warnten in der Mitteilung, dass solche Extremereignisse im Zuge des Klimawandels künftig immer häufiger auftreten, früher im Jahr beginnen und intensiver werden.


Bildnachweis: © Christophe Ena/AP/dpa
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