Wissenschaftler haben in der Tiefsee vor Argentiniens Atlantikküste eine riesige Qualle gefilmt. Die Phantomqualle (Stygiomedusa gigantea) von der «Größe eines Schulbusses» sei in einer Tiefe von rund 250 Metern entdeckt worden, teilte das Schmidt Ocean Institute mit. Die Tentakel dieser Tiere können bis zu zehn Meter lang werden. Bei der Fahrt von Buenos Aires bis Feuerland entdeckten die Forscher zudem mehrere Korallenriffe sowie vermutlich 28 neue Arten, darunter Würmer, Schnecken und Seeanemonen. Daneben fanden sie auch eine große Menge Müll wie Fischernetze, Plastiktüten und eine VHS-Kassette mit koreanischer Beschriftung in nahezu makellosen Zustand. Das zeige, wie lange Kunststoffe die Meere belasten, hieß es in der Mitteilung der Wissenschaftler. «Wir haben eine beispiellose Zahl chemischer, physikalischer und biologischer Proben gesammelt, die dazu dienen werden, die Zusammenhänge in unseren Gewässern zu verstehen», sagte Melisa Fernández Severini vom argentinischen Institut für Ozeanographie. «Diese Proben bieten eine einzigartige Gelegenheit, nicht nur zu verstehen, wie außergewöhnlich diese extremen Ökosysteme sind, sondern auch, wie gefährdet sie sein können.»
Bildnachweis: © ROV SuBastian/Schmidt Ocean Institute/dpa
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Forscher filmen riesige Qualle in argentinischer Tiefsee
Die Tentakel der Meduse können bis zu zehn Meter lang werden. Die Wissenschaftler fanden zudem große Korallenriffe, Schnecken und Seeanemonen - sowie jede Menge Müll.
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