10. Februar 2026 / Aus aller Welt

FBI zeigt Foto von Tatverdächtigem im Vermisstenfall Guthrie

Seit einer Woche wird die Mutter von Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie, Nancy Guthrie, vermisst. Nun gibt es Neues vom FBI.

Die Mutter von TV-Moderatorin Savannah Guthrie wird seit Tagen vermisst. (Archivfoto)

Im Fall der seit mehr als einer Woche vermissten Mutter der US-Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie hat die US-Bundespolizei FBI erste Fotos und Videos von einem Tatverdächtigen veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen nach Angaben von FBI-Direktor Kash Patel eine bewaffnete Person, die am Morgen des Verschwindens offenbar eine Kamera an der Haustür von Nancy Guthries Wohnhaus in Tucson im US-Bundesstaat Arizona manipuliert haben soll. Die Bilder und Videos seien aus vorher nicht zugänglichen Restdaten rekonstruiert worden, sagte Patel auf der Plattform X.

Demnach arbeiteten das FBI und das Sheriff-Büro des Bezirks Pima in Arizona seit mehr als einer Woche gemeinsam mit privaten Unternehmen daran, verlorenes oder beschädigtes Video- und Bildmaterial wiederherzustellen. Die nun veröffentlichten Aufnahmen stammen den Angaben zufolge aus Datenresten, die in technischen Hintergrundsystemen gespeichert waren, nachdem Überwachungsgeräte vom Tatort entfernt worden waren.

Die 84-jährige Nancy Guthrie gilt seit Ende Januar als vermisst. Die Ermittler gehen von einer Entführung aus. Guthrie und ihre beiden Geschwister hatten sich in den vergangenen Tagen nach mehreren Erpressungsschreiben wiederholt in Videobotschaften an den oder die weithin unbekannten mutmaßlichen Entführer gewandt und dabei zuletzt auch eine mögliche Lösegeldzahlung angedeutet. Eine Frist zur Zahlung von sechs Millionen US-Dollar (rund 5,05 Mio Euro), die in einem Schreiben gefordert worden war, war am Montagabend verstrichen - die Folgen sind unklar. 

Das FBI hatte zuletzt eine Belohnung von 50.000 US-Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Auffindung Guthries oder zur Festnahme und Verurteilung der Verantwortlichen führen.


Bildnachweis: © Evan Vucci/AP/dpa
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