26. Juni 2025 / Aus aller Welt

Erstmals Inder, Ungar und Pole an der ISS angekommen

Fast 300 Menschen aus vielen unterschiedlichen Ländern waren schon auf der Raumstation ISS – dank einer privaten Raumfahrtmission jetzt auch erstmals Raumfahrer aus Indien, Ungarn und Polen.

Erstmals sind ein Inder, ein Ungar und ein Pole zur Raumstation ISS gestartet.

Erstmals sind ein Inder, ein Ungar und ein Pole an der Raumstation ISS angekommen. Eine «Crew Dragon»-Kapsel mit den drei Raumfahrern sowie der früheren Nasa-Astronautin Peggy Whitson dockte um 12.31 Uhr deutscher Zeit an der ISS an, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte. Knapp 30 Stunden zuvor war die Kapsel mit einer «Falcon 9»-Rakete des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet. 

Die Mission «Ax-4» war zuvor wegen technischer Probleme an Rakete und ISS mehrfach verschoben worden. Es handelt sich um die vierte kommerzielle Raumfahrtmission des Unternehmens Axiom Space mit Sitz im texanischen Houston, in Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa und SpaceX. 

Drei Laien-Astronauten und eine frühere Nasa-Raumfahrerin

Während Whitson schon mehrfach im All war, ist es für die drei Laien-Astronauten jeweils der erste Raumflug. Der Inder Shubhanshu Shukla arbeitet für die Luftwaffe seines Landes, der Ungar Tibor Kapu und der Pole Slawosz Uznanski-Wisniewski sind Ingenieure. 

Im All waren Menschen aus allen drei Ländern bereits, erstmals mit russischen Sojus-Missionen in den 1970er und 1980er Jahren, an Bord der ISS allerdings noch nie. 

Geplant sind rund zwei Wochen an Bord der ISS

Die Crew der «Ax-4»-Mission soll rund zwei Wochen an Bord der ISS verbringen und sich dort an zahlreichen wissenschaftlichen Experimenten beteiligen. Ebenfalls auf der ISS sind derzeit die Nasa-Astronauten Nicole Ayers, Anne McClain und Jonny Kim, der japanische Raumfahrer Takuya Onish sowie die russischen Kosmonauten Kirill Peskow, Sergej Ryschikow und Alexej Subrizki. 

Medienberichten zufolge kostet ein Flug via Axiom rund 70 Millionen Euro pro Passagier. 2022 organisierte das Unternehmen die erste private Mission zur ISS, 2023 und 2024 folgten weitere. Mit knapp drei Wochen war die dritte Axiom-Mission der bis dahin längste kommerzielle Raumfahrtausflug.


Bildnachweis: © John Raoux/AP/dpa
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