Das Verhalten einer Besuchergruppe im Tropenpavillon eines Zoos hat in Tschechien für Empörung gesorgt. Eine Gruppe von Weißkopfsakis, einer Affenart, musste dort offenbar einiges ertragen. «Sie haben die Tiere nicht nur gefüttert, sondern auch berührt, gestreichelt und am Schwanz gezogen», teilte der Tierpark in Zlin mit. Der Zoo stellte ein Video des Zwischenfalls in die sozialen Netzwerke und rief Besucher auf, Hinweise zu den mutmaßlichen Tätern zu geben. Weißkopfsakis stammen aus dem nordöstlichen Südamerika. «Hotdogs, Pommes, Kekse oder Schokolade haben auf dem Speiseplan der Tiere nichts zu suchen», mahnte ein Zoosprecher. Der Konsum dieser Lebensmittel könne bei ihnen zu großen gesundheitlichen Problemen führen. In Extremfällen könnten die Tiere sogar verenden. Besonders gefährlich sei Schokolade. Der Sprecher erinnerte an einen tragischen Zwischenfall aus dem Jahr 2009. Ein Weißkopfsaki-Jungtier sei gestorben, nachdem Zoogäste es mit unpassender Nahrung gefüttert hätten. Manche fragen sich nun, ob zusätzliche Wärter den jüngsten Zwischenfall hätten verhindern können. «Besonders an Feiertagen kommen so viele Leute zu uns, dass man nicht alles bewachen kann - weder mit Kameras noch mit Menschen an Ort und Stelle», sagte indes Zoodirektor Roman Horsky der Zeitung «MF Dnes». Der im Jahr 2006 fertiggestellte Tropenpavillon ist der Stolz des Zoologischen Gartens in Zlin. Die meisten Tiere bewegen sich in der Halle frei herum. Die Stadt Zlin hat etwa 74.000 Einwohner und liegt rund 250 Kilometer südöstlich von Prag.Erinnerung an tödlichen Zwischenfall
Tropenpavillon ist der Stolz des Zoos in Zlin
Bildnachweis: © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Empörung über Zoo-Besucher in Tschechien
Eine Besuchergruppe soll Affen am Schwanz gezogen und mit Schokolade gefüttert haben. Der Zoo in Zlin stellt ein Video in die sozialen Netzwerke - auch als Warnung für andere.
Meistgelesene Artikel
- 6. Januar 2026
Schnee in Bielefeld & Kreis Gütersloh: Wer räumen muss - und welches Streumittel erlaubt ist
Achtung Rutschgefahr in Ostwestfalen!
- 7. Januar 2026
Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee
Viel Neuschnee, Schneeverwehungen und Glatteis: Ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu. Spannend - und turbulent - wird es ab der Nacht zum Freitag.
Neueste Artikel
- 20. Januar 2026
UN-Bericht: «Zeitalter globalen Wasserbankrotts» beginnt
Weltweit schrumpfen Seen, sinken Grundwasserspiegel und verschwinden Feuchtgebiete. Das sei keine vorübergehende Krise, warnen UN-Experten.
- 20. Januar 2026
Mutmaßlicher Entführer: Christina Block sagt die Unwahrheit
Er führte das Team, das die Kinder von Christina Block entführt haben soll. Im Prozess gegen die Hamburger Unternehmerin tritt der Geschäftsmann als Zeuge auf. Er erhebt einen schweren Vorwurf.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 20. Januar 2026
UN-Bericht: «Zeitalter globalen Wasserbankrotts» beginnt
Weltweit schrumpfen Seen, sinken Grundwasserspiegel und verschwinden Feuchtgebiete. Das sei keine vorübergehende Krise, warnen UN-Experten.
- 20. Januar 2026
Mutmaßlicher Entführer: Christina Block sagt die Unwahrheit
Er führte das Team, das die Kinder von Christina Block entführt haben soll. Im Prozess gegen die Hamburger Unternehmerin tritt der Geschäftsmann als Zeuge auf. Er erhebt einen schweren Vorwurf.

