Mit einer gewaltigen Detonation ist in Duisburg ein weiterer «Weißer Riese» gefallen. Das mehr als 60 Meter hohe Gebäude mit seinen einst 160 Wohnungen wurde am Sonntag planmäßig um 12.00 Uhr zum Einsturz gebracht. Eine erste Sprengung brachte das Gebäude zum Kippen, eine zweite dann zum Kollabieren. Komplikationen gab es der Stadt zufolge nicht. Es ist der dritte und letzte «Weiße Riese», der gesprengt wurde. Anschließend will die Stadt das Viertel Hochheide, das seit Jahren als sozialer Brennpunkt gilt, umgestalten. Die Hochhaus-Gegend im Westen der Stadt war in den vergangenen Jahren regelmäßig in die Schlagzeilen geraten. Bei Schwerpunktkontrollen wurde dort Sozialbetrug im großen Stil festgestellt. Logistiker wie DHL weigerten sich zeitweise, Lieferungen in den Gebäuden zuzustellen, weil es dort für die Mitarbeiter zu gefährlich sei. Allein das nordrhein-westfälische Bauministerium unterstützte den Abriss der Problem-Hochhäuser mit 32,7 Millionen Euro. Der Abriss sei ein wichtiger Schritt, um die Wohngegend aufzuwerten, sagte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU). «Der dritte "Weiße Riese" geht zu Boden – und macht Platz für Licht, Luft und neue Stadtgeschichte.» Der Wohnpark Hochheide mit seinen sechs «Weißen Riesen» wurde Anfang der 70er Jahre gebaut. Die modernen Wohnungen in den gut 20-stöckigen Hochhäusern waren damals in der Duisburger Arbeiterschaft begehrt. Doch schon in den 80ern begann der Abstieg des Viertels. Inzwischen sind nur noch drei der «Weißen Riesen» bewohnt.Vom modernen Wohnen zum Problembezirk
Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Duisburg sprengt weiteren «Weißen Riesen»
Die «Weißen Riesen» stehen in Duisburg für Konflikte und den Abstieg eines Wohnviertels. Eines der Hochhäuser ist nun gesprengt worden. Es soll Platz entstehen für mehr Lebensqualität.
Meistgelesene Artikel
Für unsere Geschäftsstelle in Gütersloh suchen wir ab sofort Verstärkung.
Neueste Artikel
- 16. März 2026
Anklage über Høiby: «Er nimmt sich, was er will»
Eifersucht, Drogen, Ausraster: In ihrem Plädoyer zeichnet die Staatsanwaltschaft ein düsteres Bild von Marius Borg Høiby. Vier Vergewaltigungs-Vorwürfe stehen im Raum. Jetzt geht es um das Strafmaß.
- 16. März 2026
Mindestens zehn Tote bei Klinikbrand in Indien
Auf der Intensivstation einer Klinik im Osten Indiens bricht nachts ein Feuer aus – mindestens zehn Menschen sterben. War ein Kurzschluss der Auslöser?
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 16. März 2026
Anklage über Høiby: «Er nimmt sich, was er will»
Eifersucht, Drogen, Ausraster: In ihrem Plädoyer zeichnet die Staatsanwaltschaft ein düsteres Bild von Marius Borg Høiby. Vier Vergewaltigungs-Vorwürfe stehen im Raum. Jetzt geht es um das Strafmaß.
- 16. März 2026
Mindestens zehn Tote bei Klinikbrand in Indien
Auf der Intensivstation einer Klinik im Osten Indiens bricht nachts ein Feuer aus – mindestens zehn Menschen sterben. War ein Kurzschluss der Auslöser?

