15. Februar 2026 / Aus aller Welt

Drei Messerangriffe trüben Karnevalsstimmung

Verkleidet sein und Spaß haben - eigentlich gar nicht so schwer an Karneval, könnte man meinen. Doch mancherorts kam es zu heftigem Streit, der blutig endete.

Gleich mehrmals wurde die Polizei am Wochenende in NRW wegen Messerangriffen gerufen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 15. Februar 2026 um 15:37 Uhr

Beim Karneval im Rheinland sind am Wochenende mehrere Menschen Opfer von Messerangriffen geworden.

Wie die Polizei mitteilte, gerieten Feiernde am Samstagabend bei einer Karnevalsparty in Leverkusen in Streit. Einer von ihnen zückte ein Messer und stach damit auf einen 15-Jährigen ein - das Messer traf eine Arterie am Oberschenkel und der Junge verlor sehr viel Blut. Im Krankenhaus wurde er notoperiert, inzwischen schwebt er nach Polizeiangaben nicht mehr in Lebensgefahr. Der Tat verdächtigt wird ein 20-jähriger Deutscher, er wurde festgenommen.

In Wuppertal mussten Rettungskräfte wegen einer weiteren Messerattacke ausrücken. In einem Bus gab es am späten Samstagabend einen Streit zwischen zwei Gruppen. Der Streit eskalierte, jemand zückte ein Messer und mehrere Menschen wurden durch Messerstiche verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Busfahrer hielt an und alarmierte die Polizei. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus, und ein Tatverdächtiger wurde gefasst. 

Laut «Bild» handelte es sich bei beiden Gruppen um Karnevalisten. Der Tatverdächtige soll ein 20 Jahre alter Deutscher sein, welcher der Polizei bereits bekannt war. Die Verletzten sollen zwischen 19 und 24 Jahre alt gewesen sein.

Schon in der Nacht zu Freitag war ein anderer 20 Jahre alter Mann in Grefrath am Rande einer Karnevalsparty niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei nahm einen 16-Jährigen als Tatverdächtigen fest, er kam wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag vor den Haftrichter. Er hat die afghanische Staatsangehörigkeit. Die Tat hatte sich kurz vor Mitternacht auf einem Parkplatz neben einem Eissportzentrum ereignet, in dem Hunderte Menschen in einem Festzelt eine Karnevalsfeier an Altweiber besucht hatten.


Bildnachweis: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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