4. Januar 2026 / Aus aller Welt

Deutscher stirbt auf Mallorca nach über einem Jahr im Koma

Über ein Jahr lag ein deutscher Auswanderer nach einem schweren Angriff auf Mallorca im Koma – nun ist er tot. Die Hintergründe der Tat sorgen auf der Insel weiter für Rätsel und Aufsehen.

Die Prügelattacke ereignete sich in der Hauptstadt der Urlaubsinsel. (Archivfoto)

Ein deutscher Auswanderer, der nach einer Prügelattacke durch Minderjährige auf Mallorca über ein Jahr im Koma lag, ist jetzt tot. Der Mann sei am Samstag in einem Krankenhaus der spanischen Urlaubsinsel verstorben, berichtete die «Mallorca Zeitung». Die Familie des Deutschen aus Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) bestätigte auf Anfrage diese Information.

«Unser Sohn, Bruder und Freund ist friedlich im Kreise seiner Liebsten eingeschlafen», hieß es am Sonntag in einer Mitteilung der Familie an die «Mallorca Zeitung». Auf einer Spendenwebsite, die ein früherer Arbeitskollege betreibt, hieß es: «Heute hat Ronald seinen Kampf verloren.»

Hintergründe der Tat nicht vollständig geklärt

Der Auswanderer, der auf der Insel als Projektleiter für ein Callcenter arbeitete, war am 30. November 2024 nach einer Weihnachtsfeier in Palma zu Fuß auf dem Heimweg zu seiner Wohnung, als er attackiert wurde. Die Angreifer schlugen und traten auf den damals 58-Jährigen den Ermittlern zufolge ein, auch als er reglos am Boden lag.

Die Hintergründe der Tat sind bislang nicht vollständig geklärt. Nach bisherigen Ermittlungen wollten die Jugendlichen wahrscheinlich zwei Mädchen imponieren, die den Angriff beobachteten und inzwischen unter Zeugenschutz stehen. Etwa einen Monat nach der Tat nahm die Polizei die beiden Verdächtigen fest - einer war zuvor auf das spanische Festland geflohen. Seitdem sitzen beide in verschiedenen Jugendhaftanstalten. Der Prozess soll im Februar beginnen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Mord vor.


Bildnachweis: © Clara Margais/dpa
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