Bei dem Brand einer Lagerhalle in Spanien mit großen Mengen an Chemikalien für die Reinigung von Schwimmbädern ist eine giftige Chlorwolke ausgetreten. Rund 150.000 Menschen in der Stadt Vilanova i la Geltrú und vier umliegenden Gemeinden südwestlich von Barcelona erhielten am frühen Morgen eine Alarmnachricht des Zivilschutzes auf ihre Handys. Wegen der ätzenden Dämpfe sollten sie auf keinen Fall das Haus verlassen und Türen und Fenster geschlossen halten, lautete die dringende Anweisung. Auf Videos im Internet war zu sehen, wie sich eine riesige hellgraue Wolke über dicht besiedeltes Gebiet legte. Zwei Fernstraßen wurden gesperrt und der Zugverkehr in der Region eingestellt. Auch Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Erst nach Stunden durften die Menschen wieder ins Freie, wurden aber gewarnt, weiterhin vorsichtig zu sein, vor allem gefährdete Personen wie Menschen in hohem Alter oder mit Vorerkrankungen. Was den Brand, den die Feuerwehr nach eigenen Angaben inzwischen unter Kontrolle brachte, kurz nach 2.00 Uhr morgens auslöste, war zunächst unbekannt.
In der Halle eines Unternehmens für die Wartung von Schwimmbändern waren nach Angaben der Feuerwehr bis zu 70 Tonnen Chlor in Brand geraten. Dabei entsteht unter anderem Chlorgas, das mit Wasser auf den Schleimhäuten von Augen, Nase, Rachen und Lunge Salzsäure bildet und das empfindliche Gewebe verätzt.
Bildnachweis: © Kike Rincón/EUROPA PRESS/dpa
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Brand in Chlorlager: 150.000 Spanier durften nicht ins Freie
Frühmorgens bricht ein Feuer in einer Lagerhalle südwestlich von Barcelona aus. Zehntausende Bewohner der Region werden aus dem Schlaf gerissen. Auf ihrem Handy ist eine beunruhigende Nachricht.
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