3. Juli 2026 / Aus aller Welt

Beispiellose Nasa-Mission zur Satellitenrettung gestartet

Seit rund 20 Jahren liefert ein Nasa-Himmelsobservatorium wichtige Forschungsdaten. Nun droht er abzustürzen. Das soll eine kurzfristig angesetzte beispiellose Rettungsmission verhindern.

Das "LINK"-Raumfahrzeug steht in einer Halle
Veröffentlicht am 3. Juli 2026 um 12:41 Uhr

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat eine beispiellose Mission zur Rettung eines Forschungssatelliten gestartet. Ein unbemanntes Schleppraumschiff namens «Link» hob dafür mithilfe eines «Stargazer»-Flugzeugs und einer «Pegasus»-Rakete von einem Atoll der Marshallinseln im Südpazifik ab, wie die Nasa mitteilte. 

Das rund 400 Kilogramm schwere «Link»-Raumschiff mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten soll sich dem Forschungssatelliten nähern und ihn über einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zurückbringen. «Link» wurde im Auftrag der Nasa von der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space mit einem Budget von rund 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro) entwickelt und gebaut.

«Swift» liefert seit rund 20 Jahren wichtige Forschungsdaten

Bei dem Forschungssatelliten handelt es sich um das mit drei Teleskopen ausgestattete, unbemannte Himmelsobservatorium «Swift». Es war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden und hatte seitdem vor allem gewaltige Energieausbrüche im Universum untersucht, sogenannte Gammablitze. Der Satellit ist zwar in gutem Zustand - droht aber abzustürzen, unter anderem wegen starker geomagnetischer Stürme, die durch Sonnenausbrüche ausgelöst wurden.

Wegen der zentralen Bedeutung der von «Swift» gelieferten Forschungsdaten entschied sich die Nasa kurzfristig für die beispiellose Rettungsmission. Bei einem Erfolg könnte der derzeit im Energiespar-Modus laufende «Swift»-Satellit ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern - und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge möglicherweise noch für etwa fünf Jahre oder mehr. Die Rettungsmission gilt allerdings als herausfordernd und riskant.


Bildnachweis: © Ron Beard/NASA/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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