18. März 2025 / Aus aller Welt

Batterie leer: Ende der Mission «Blue Ghost» auf dem Mond

Rund zwei Wochen lang untersuchte der Lander «Blue Ghost» den Mond. Jetzt ist die Batterie des blauen Geists wie geplant leer - aber die Arbeit auf der Erde geht weiter.

Mit einer Kamera nahm «Blue Ghost» die Mondoberfläche vor der Landung auf.

Nach rund zwei Wochen auf der Mondoberfläche sind die Batterien des kommerziellen Landers «Blue Ghost» wie geplant leer und die Mission ist beendet. In der vergangenen Nacht seien die letzten Daten des Landers empfangen worden, teilte das Raumfahrtunternehmen Firefly Aerospace mit. Alle Ziele seien erreicht worden. Nun sollen die rund 119 Gigabyte an Daten ausgewertet werden, die «Blue Ghost» zur Erde geschickt hat.

Der etwa zwei Meter hohe und drei Meter breite «Blue Ghost» (auf Deutsch: blauer Geist) war Anfang März auf dem Mond gelandet. Es war die zweite kommerzielle US-Mondlandung der Raumfahrtgeschichte, nachdem rund ein Jahr zuvor dem Unternehmen Intuitive Machines mit «Odysseus» die erste gelungen war. 

Zwei Wochen lang den Mond erforscht

Der «Blue Ghost» war im sogenannten «Mare Crisium» gelandet, einer Tiefebene mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Rund zwei Wochen lang untersuchte er den Erdtrabanten mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten - und fotografierte unter anderem eine totale Sonnenfinsternis. Weil am Landeort nun die Sonne untergegangen ist, konnten die Solarpanels des Landers die Batterien nicht mehr aufladen.

Das Projekt namens «Ghost Riders in the Sky» (auf Deutsch etwa «Geisterreiter im Himmel») war die erste Mondmission des Unternehmens Firefly Aerospace mit Sitz in Texas, das bisher vor allem Trägerraketen entwickelt hat. Es ist Teil des Nasa-Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen sammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet. Mondmissionen gelten als technisch höchst anspruchsvoll und gehen häufig schief.


Bildnachweis: © Uncredited/Firefly Aerospace/AP/dpa
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