27. April 2025 / Aus aller Welt

«Anglerkönigin» nach Wels-Fang: Habe Morddrohung erhalten

Ein 2,13 Meter großer Wels bringt einer Anglerin in Brandenburg einen Titel ein. Doch dann berichtet sie von Anfeindungen und einer Drohung im Netz. Der Anglerverband ist entsetzt.

Die Stimmung bei den Anglern in Brandenburg ist getrübt: Die «Anglerkönigin 2024» wird nach einem besonders großen Fang ausgezeichnet, aber mit Hassnachrichten im Netz konfrontiert. (S...
Veröffentlicht am 27. April 2025 um 16:06 Uhr

Die Auszeichnung einer brandenburgischen «Anglerkönigin» am Wochenende ist von Hass und Hetze im Netz gegen die 59-Jährige überschattet worden. Sie sei nach der Veröffentlichung ihres Fangs - ein 2,13 Meter großer Wels - mit Beleidigungen im Netz und Vorwürfen der Tierquälerei konfrontiert worden, auch eine Morddrohung sei am Donnerstag über einen Messenger-Dienst bei ihr eingegangen, sagte Anglerin Christine Hein. Zuvor berichteten mehrere Medien. 

Hein wurde am Samstag vom Landesanglerverband Brandenburg als «Anglerkönigin 2024» geehrt. Doch die Stimmung sei getrübt gewesen, hieß es. Am Mittwoch hatte der Verband in einer Mitteilung den großen Fang auch mit einem Foto der Anglerin samt Wels öffentlich gemacht. 

Anglerin: Habe Anzeige erstattet

Der Verband zeigte sich fassungslos und verurteilte die Hassnachrichten im Netz. Die schockierte Anglerin erstattete wegen der bei ihr eingegangenen Nachricht mit einer Todesdrohung Anzeige bei der Polizei, wie sie der dpa sagte. 

Es sei Satzungszweck, dass «wir Fische eben auch entnehmen», so der Präsident des Landesanglerverbandes, Günter Baaske, im RBB. Die Anglerin habe alles richtig gemacht. Sie habe den Wels gefangen, waidgerecht getötet und verzehrt. «Hinter dieser Anglerin stehen 96.000 brandenburgische Angler», sagte Baaske dem RBB.

Angeln steht jedoch auch in der Kritik von Tierschützern.


Bildnachweis: © Frank Hammerschmidt/dpa
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